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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Titelthema

Artikel aus der Rubrik "Titelthema":

Friedhof und Revolution

Denkmal

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es eine Reihe von Grabstätten, die mit den politischen Verhältnissen ihrer Zeit in enger Verbindung stehen.
Man denke nur an die Gräber der Zwangsarbeiter oder an jene der Widerstandskämpfer gegen die Nazidiktatur; aber auch an die opulente Grabstätte, die von den Nationalsozialisten für Ihresgleichen eingerichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Feuerbestattung, Sozialdemokratie und Geschichte: Bestattungskultur als Reformprojekt der SPD im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Sozialistenfriedhof

Innerhalb der Bestattungs- und Trauerkultur entfaltete die Sozialdemokratie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sowohl spezifische kulturelle Muster als auch soziale Organisationsformen. In diesem Zusammenhang übte die gerade eingeführte moderne Feuerbestattung katalysatorische Wirkung aus. Sie wurde zur programmatischen Bestattungsform der Sozialdemokratie, weil sich mit ihr politisches, gesellschaftliches und kulturelles Fortschrittsdenken manifestieren ließ.

Nachhaltigkeitsstrategie Ohlsdorf 2050

Seit mehr als 130 Jahren gibt es den Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Weil allerdings die Zahl der Urnenbestattungen zunimmt und Sargbestattungen in Hamburg von 40 auf fast 25 Prozent zurückgegangen sind, hat der Friedhof inzwischen zu viel Platz.

Ohlsdorf und der Denkmalschutz – a never ending story

GDF

Kaum einer hat es bemerkt, aber es ist wirklich wahr: Der Ohlsdorfer Friedhof steht unter gesetzlichem Denkmalschutz. Jahrzehnte lang hatte die Frage im Raum gestanden, wie eine so große Fläche mit einer solchen Vielzahl von erhaltenswerten Grabmalen erhalten und geschützt werden könnte. Lange galt der gesetzliche Schutz tatsächlich nur für ein – ein einziges! – Grabmal auf diesem Friedhof. Als dann die Festlegung der schützenswerten Objekte per Liste eingeführt wurde, wurde auch der Friedhof eingetragen.

Denkmalschutz und Politik auf Ohlsdorf – Hamburger Verhältnisse?

Was Christine Behrens in ihrem Artikel der Zeitschrift für Trauerkultur Nr. 132 sehr persönlich berichtet und was sie und andere Aktive aus dem Förderkreis für die Rettung von Grabmalen vor allem aus der Zeit nach 1950 leisten (für diese Epoche bis zur Gegenwart gibt es bundesweit keine Erhebung der erhaltenswerten Bestände!) – das ist ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Friedhöfe auf Fischland, Darß und Zingst

Prerow

Zwischen den Städten Rostock und Stralsund erstreckt sich diese Halbinsel in die Ostsee hinaus und umschließt den Bodden, ein flaches Binnenmeer. Beide sind Bestandteil des Naturparks "Vorpommersche Boddenlandschaft". Seit Jahrhunderten hat das Meer diese Landschaft und die Schifffahrt ihre Menschen geprägt.

Das Thousla-Kreuz auf der Isle of Man

Thousla-Kreuz

An dem schmalen Sound, der zwischen der Isle of Man und der kleinen Nachbarinsel Calf of Man liegt, trifft der Besucher auf ein großes hölzernes Kreuz, dessen Inschrift an ein Schiffsunglück von 1858 und den Heroismus der Einwohner der Insel erinnert. Denn sie retteten damals die Besatzung des französischen Schooners "Jeane St. Charles" vor dem sicheren Tod.

Über Seemannsgräber auf der Insel Sylt

Eingangspforte

Gesellschaft und Alltag an der Nordseeküste beruhen auf regionalspezifischen Erfahrungen mit dem Wasser. Das Meer bietet Arbeit und Nahrung, ist aber auch bedrohlich: Sturmfluten, Schiffsunglücke, Badeunfälle sind allgegenwärtig. So ist der Tod seit Jahrhunderten ein steter Weggefährte der Küsten- und Inselbewohner. Dieser "maritime" Tod hat in der Küstenlandschaft der Nordsee symbolisch-repräsentative Spuren hinterlassen. Grabmäler der Küsten- und Inselfriedhöfe berichten in regionalspezifischen Symbolen und Inschriften von individuellen Schicksalen und tragischen Unglücksfällen.