Die Sammlung von Grabsteinen, die vor unserem Museum steht, bildet jetzt ein weiteres Freilichtmuseum auf dem Ohlsdorfer Friedhof, dessen historische Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg anhand von einigen Beispielen hier dargestellt wird.
Der vorliegende Text ist eine Zusammenfassung des 1999 erschienenen Faltblatts "Die Museumsbereiche auf dem Friedhof Nienstedten" aus der Reihe "Denkmalpflege Hamburg extra". (Kostenlos erhältlich im Denkmalschutzamt Hamburg oder in der Verwaltung des Friedhofs Nienstedten).
Die Vier- und Marschlande gelten als "Gemüsegarten" der nahen Stadt Hamburg und sind eine seit vielen Jahrhunderten bestehende bäuerliche Marschenlandschaft.
Bisher waren dem Leser vermutlich nur die Grabmal-Freilichtmuseen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, allenfalls das des Nienstedtener oder des Kirchwerder Friedhofs bekannt. Auf sie wird wegen ihrer Bedeutung in nachfolgenden Beiträgen näher eingegangen.
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es wie auf vielen anderen historischen Friedhöfen nicht nur Einzel- und Familiengräber, sondern auch die Möglichkeit in einem gemeinschaftlichen Grab, oder wie es früher hieß, einem Genossenschaftsgrab bestattet zu werden.
(Anm. d. Red.: Der vorliegende Aufsatz ist die leicht veränderte Fassung eines Kapitels aus der Geschichte der Hamburger Klempner, die der Autor unter dem Titel: "Vom Amt der Leuchtenmacher zur Innung Sanitär-Heizung-Klempner. Zur Geschichte der Klempner und des Klubs Laterne in Hamburg" 1999 publizierte.)
Die Tradition der Genossenschaftsgräber reicht in Hamburg bis ins 15. Jahrhundert zurück. Ämter (=Zünfte), Korporationen, Sterbekassen und Bruderschaften gewährleisteten ihren Mitgliedern mit dem Ankauf und der Anlage gemeinschaftlicher Grabstätten schon zu Lebzeiten, einst auch im Tode vereint zu sein.
Das Dorf Backemoor wurde am 19. April 1945 das Ziel britischer Jagdbomber, die an die 40 Bomben abwarfen. Dabei wurden drei Kinder mit ihrer Mutter und ein deutscher Soldat getötet.