Dass auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine artenreiche Flora, Funga und Fauna heimisch ist, ist inzwischen allgemein bekannt. Insgesamt 450 verschiedene Laub- und Nadelhölzer sind gezählt worden und auf der Webseite der Friedhofsverwaltung ist zu lesen: "neben Eichhörnchen, Feldmäusen, Fröschen oder Wildgänsen machen hier auch Maulwürfe keinen Halt vor gepflegten Grabbeeten".
Teichgrab im Herbstlicht
Im Herzen des Wildblumengartens wurde ein kleiner Teich mit einem Steg angelegt. An seiner Kante sind 14 Grabstätten angelegt, die jeweils bis zu zwei Urnen aufnehmen können
Die Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) hat zusammen mit mehreren dem Friedhof verbundenen Organisationen und Firmen ein neues Themenbuch herausgegeben, in dem der "Letzte Garten" von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wird.
Das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Porfirije Peric aus Belgrad, besuchte im Juni 2024 den Ohlsdorfer Friedhof und segnete das serbisch-orthodoxe Grabfeld für aktive Gemeindemitglieder. "Mit dem Grabfeld sind die Menschen, die seit Jahrzehnten hier wohnen, endlich auch auf diese Weise angekommen."
Am 20. Juni dieses Jahres wurde das neue Kolumbarium "Die Eiche" in Lübeck eröffnet, das hier schon vor zwei Jahren vorgestellt wurde (Ausgabe Nr. 158, III, 2022 - September 2022). Die Initiatoren Peggy Morenz und Michael Angern feierten die Eröffnung mit Freunden und Partnern.
Von Heiko Schulze für die Werke Arthur Bocks sensibilisiert, fiel Barbara Leisner vor einigen Jahren eine historische Postkarte auf, die ein vom Ohlsdorfer Friedhof her bekanntes Werk des Künstlers zeigt. Auf dem Bild aber ist es auf der Gartenbauausstellung zu sehen, die 1914 in Altona stattfand. Dort gab es schon damals eine eigene, wenn auch kleine, Friedhofsabteilung.
Die Entdeckung des Sterbens
Der Historiker Florian Greiner untersucht in seiner Habilitationsschrift die kulturellen und zeithistorischen Veränderungen des Umgangs mit dem Sterben nach 1945. Die sehr umfangreiche und akribisch recherchierte Studie wurde mit dem Mieczysław-Pemper-Forschungspreis der Universitätsstiftung Augsburg ausgezeichnet.
R.I.P. - Die letzte Adresse
Das Begleitbuch zu der zurzeit laufenden Sonderausstellung in Leipzig geht in den Beiträgen auf die Ausstellungsinhalte ein, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Bestattungskultur der Stadt beschäftigen.
2016 wurde in der "Zeitschrift für Trauerkultur" zum ersten Mal über ökologische Trends der Bestattungskultur im Ausland und speziell im englischsprachigen Raum berichtet. Seitdem sind fast acht Jahre vergangen und die Frage steht im Raum, ob und was sich in der Zwischenzeit auf diesem Gebiet getan bzw. verändert hat.