Die Familie von Henning Hammond-Norden, dem ehemaligen Vorsitzenden des Förderkreises, hat schon vor längerer Zeit das Familiengrabmal in der Nähe des Rosengartens aufgegeben. Vor einiger Zeit wurde es in Patenschaft vergeben. Dabei wurde das unter Denkmalschutz stehende Grabmal allerdings so verändert, dass der Anblick den Steinmetz und Bildhauer Hammond-Norden entsetzte (Abb. 1).
Die ursprüngliche Form der Grabstätte der Familie Hammond Norden (1)
Es wurden - widerrechtlich - fünf Schrifttafeln, sowie die Grabschriften der Familie entfernt und dabei wurde die ehemalige Schriftfläche auch noch "gestockt"; eine Bearbeitung, die gegen Grundregeln der handwerklichen Restaurierung verstößt, da es eine steinmetzmäßige Handwerkstechnik für Hartgesteine ist, während das Grabmal aus dem hellen "Obernkirchner Sandstein", einem klassischen Weichgestein besteht. Auch die Form der neuen Beschriftung, die sich an die ehemals verwendete Schrift zwar anlehnt, aber mindestens bei dem angehängten "N" des Wortes Familien unkorrekt ausgeführt ist, stieß dem Steinmetz und Vorbesitzer auf. (Abb. 2). Die Veränderungen am Grab im Rahmen der Grabmalpatenschaft (2)
Die Friedhofverwaltung, die auf diesen Missstand angesprochen wurde, bot dem ehemaligen Grabbesitzer nach einer längeren Verhandlungsphase schließlich an, am Fußende der ehemaligen Grabstätte einen Gedenkstein aufzustellen. Als dieser Platz kurz darauf nicht mehr zur Verfügung stand und ein anderer Platz, ca. 25 m weiter rechts, angeboten wurde, schaltete man das Denkmalschutzamt ein. Bei einem Termin vor Ort wurde ein neuer Standort bestimmt (Abb. 3). Eine neue Stele erinnert an die hier beigesetzten Mitglieder der Familie Hammond-Norden (3)
Henning Hammond Norden zeichnete schon zuvor Skizzen zu einem Entwurf für den aufzustellenden Gedenkstein, der dann zusammen mit der Zusage der Kostenübernahme von der Friedhofsverwaltung genehmigt und in seiner ehemaligen Firma C.S. & S. unter fachkundiger Leitung ausgeführt wurde. Unter dem skizzenhaften Bild des historischen Grabmals wurde eine Metalltafel angebracht, auf der zusammen mit dem Familienwappen die Namen der hier Bestatteten zu lesen sind, deren Erinnerung durch die Umgestaltung des Grabmal zum Verschwinden gebracht worden war. Am Sonnabend, den 04.03.2023 wurde der Gendenkstein mit einer kleinen Feier enthüllt und der Öffentlichkeit übergeben.
Im Frühjahrssturm 2022 beschädigte ein umgestürzter Baum das historische Grabmal Patow.
Die Frage stand im Raum, ob es besser wiederhergestellt werden oder als Denkmal der Vergänglichkeit in seinem ruinösen Zustand bleiben sollte? Das zerstörte Grabmal Patow
Dazu hat der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof zusammen mit dem Hamburger Abendblatt eine Abstimmung gestartet. Näheres dazu und auch zu den Verdiensten von Otto Wilhelm David Patow (1847 - 1932) um die Hamburger Kultur lesen Sie hier. An der Abstimmung haben sich 114 Menschen beteiligt, von denen 86 Prozent für die Wiederherstellung votierten.
Für eine denkmalgerechte Sanierung sind rd. 8600 Euro veranschlagt. Liebe Freundinnen und Förderer des Ohlsdorfer Friedhofs
HELFEN SIE MIT!
Spenden Sie für die Wiederherstellung des imposanten Grabmals Patow an den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof unter:
IBAN: DE23 2005 0550 1031 2460 00 Verwendungszweck Patow-Grab
oder an das
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