Die Tradition der Genossenschaftsgräber reicht in Hamburg bis ins 15. Jahrhundert zurück. Ämter (=Zünfte), Korporationen, Sterbekassen und Bruderschaften gewährleisteten ihren Mitgliedern mit dem Ankauf und der Anlage gemeinschaftlicher Grabstätten schon zu Lebzeiten, einst auch im Tode vereint zu sein.
In der letzten Ausgabe unserer Zeitschrift machte Albrecht Schreiber auf das vernachlässigte und eingefallene Grab von Harry Hermann auf dem jüdischen Friedhof in Hamburg aufmerksam.
Über sieben Monate dauerte die Engelsausstellung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal AFD im Museum Friedhof Ohlsdorf, etwa 2.600 Besucher kamen und informierten sich eingehend, wie von unserer Museumsbetreuung zu vermerken war.
Nicht nur die in Kriegen und durch Gewaltherrschaft Getöteten wurden fern ihrer Heimat begraben, auch jene, die vor ihnen flüchten, aber niemals zurückkehren konnten.
"Um den heimatlosen, in den Krankenhäusern Hamburgs sterbenden deutschen Seeleuten eine würdige letzte Ruhestätte zu verschaffen", wurde 1923 auf Initiative der Deutschen Seemannsmission in Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Verband deutscher Reeder und dem Verein Hamburger Reeder, auf dem Friedhof Ohlsdorf ein Seemannsfriedhof eingerichtet.
Um die enge Verbundenheit mit der früheren Heimat, die sie verlassen mussten, auch über den Tod hinaus zum Ausdruck zu bringen, gründeten 1959 in Hamburg die Deutsch-Balten einen Friedhofsverein und erwarben noch im gleichen Jahr auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine Gemeinschaftsanlage mit 153 Gräbern.
Mit diesem Spaziergang wird auf Kiefernarten aufmerksam gemacht, die in Fußläufigkeit zueinander stehen und im Winter besonders gut zu betrachten sind.