Am Hang auf der nördlichen Seite der Cordesallee, nahe des Haupteingangs zum Friedhof Ohlsdorf steht ein weithin sichtbares Grabmonument mit architektonischem Aufbau aus rotem Sandstein und reicher plastischer Ausgestaltung (Grablage: P 8, 177-81, 185-6).
Im Außenbereich des Museums Friedhof Ohlsdorf steht seit kurzem die Galvanoplastik Jerbohm wieder auf ihrem Sockel, restauriert nach neuesten Erkenntnissen von der Werkstatt Betina Roß/Hamburg im Auftrag des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V.
"An dieser Stelle wurde am 23. März 1942 der auf dem Gut Hohenbuchen eingesetzte polnische Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski auf Initiative der Hamburger Gestapo gehenkt."
Erinnern Sie sich noch an die Ausgabe Nr. 72, Seite 27? Hier wurde aufmerksam gemacht auf Gehölze, die in ihrer lateinischen Namensgebung Bezug auf Personen nehmen, die in Hamburg einst zu den Prominenten gezählt wurden.
Spätestens seit den im letzten Jahr begonnenen öffentlichen Diskussionen um das geplante neue Bestattungsgesetz in Nordrhein-Westfalen ist deutlich geworden, dass die herrschende Bestattungs- und Friedhofskultur immer mehr in Frage gestellt wird.
"Der 1840 geborene Ferdinand Kugelmann ist heute vergessen in der Stadt, die er einmal reich beschenkte", so schrieb vor kurzem Matthias Schmoock im Hamburger Abendblatt und brachte damit die reiche und freigebige jüdische Familie in Erinnerung, die von den Nazis ausgelöscht wurde.