90. Geburtstag von Dr. Mauss: v.l.n.r.: Holger Andresen, Yvonne Andresen, Petra Schmolinske, Dr. Hans-Jörg Mauss, Michael Karbenk (Foto Förderkreis)
Bereits vor 15 Jahren durfte bereits Henning Hammond-Norden eine Laudatio an Herrn Dr. Hans-Jörg Mauss schreiben. Nun ist es wieder so weit. Immerhin geht es um den 90. Geburtstag.
Schon im letzten Heft wurde berichtet, dass eine neue Gedenkfigur des "Redners" auf dem Ehrenhain der Widerstandskämpfer in Ohlsdorf mit Hilfe einer Spendenaktion aufgestellt werden konnte. Damals war es uns noch nicht möglich, auch ein Bild dieser Figur zu veröffentlichen, da das Erinnerungsmal noch nicht enthüllt war.
Aus dem Ehrenhain der Hamburger Widerstandskämpfer 1933–1945 auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde 2011 der von Richard Steffen geschaffene bronzene "Redner" gestohlen. Seitdem fehlte ein wesentlicher Bestandteil der Gedenkstätte.
Als im Februar 1962 die Sturmflut an der deutschen Nordseeküste das Wasser in die Elbe trieb, brachen auch in Hamburg viele Deiche und wurden elbnahe Stadtteile überflutet. 315 Hamburger ertranken in einer Nacht. Bereits einige Tage später beschied der Senat, dass auf dem Ohlsdorfer Friedhof jene Opfer beizusetzen sind, "die nicht identifiziert werden können, deren Angehörige sich für eine private Bestattung nicht entschieden haben oder deren Hinterbliebene nicht auffindbar sind."
Am 16. September 2007 war wieder ein strahlender Spätsommertag, selten in diesem Regenjahr. Der "Tag des Friedhofs" beginnt mit einem guten Gottesdienst auf dem Althamburgischen Gedächtnisfriedhof.
"Der Tod muss ein Wiener sein – oder die schöne Leich", so lautete das Thema der Lesung von Julius Müller, eines lebenssprühenden Wieners, der in Hamburg zu Gast beim Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof weilte und am 23. Mai 2007 Besuchermassen in das Alte Krematorium zog.