Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es eine Reihe von Grabstätten, die mit den politischen Verhältnissen ihrer Zeit in enger Verbindung stehen.
Man denke nur an die Gräber der Zwangsarbeiter oder an jene der Widerstandskämpfer gegen die Nazidiktatur; aber auch an die opulente Grabstätte, die von den Nationalsozialisten für Ihresgleichen eingerichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Aus gegebenem Anlass widmen wir uns in diesem Heft der Zukunftsplanung für den Ohlsdorfer Friedhof. So sehr es zu begrüßen ist, wie intensiv die Planungsgruppe die Diskussion mit allen beteiligten und am Ohlsdorfer Friedhof interessierten Menschen sucht und fördert, so stehen doch eine Reihe von Fragen zum Thema der Friedhofserhaltung im Raum, deren intensive Diskussion uns sehr wichtig erscheint.
Kaum einer hat es bemerkt, aber es ist wirklich wahr: Der Ohlsdorfer Friedhof steht unter gesetzlichem Denkmalschutz. Jahrzehnte lang hatte die Frage im Raum gestanden, wie eine so große Fläche mit einer solchen Vielzahl von erhaltenswerten Grabmalen erhalten und geschützt werden könnte. Lange galt der gesetzliche Schutz tatsächlich nur für ein – ein einziges! – Grabmal auf diesem Friedhof. Als dann die Festlegung der schützenswerten Objekte per Liste eingeführt wurde, wurde auch der Friedhof eingetragen.
Wenzel Lohff ist am 14.1.2016 im Alter von 90 Jahren nach langer Krankheit in Frieden gestorben. Er war mir persönlich ein sehr lieber und langjähriger Freund. Kennengelernt habe ich ihn Ende der 1980er Jahre, als er aus München nach Hamburg zurückgekommen war.
An dem schmalen Sound, der zwischen der Isle of Man und der kleinen Nachbarinsel Calf of Man liegt, trifft der Besucher auf ein großes hölzernes Kreuz, dessen Inschrift an ein Schiffsunglück von 1858 und den Heroismus der Einwohner der Insel erinnert. Denn sie retteten damals die Besatzung des französischen Schooners "Jeane St. Charles" vor dem sicheren Tod.
Der Umgang mit den Toten ist in diesem Heft Schwerpunktthema. Jahrhunderte lang wurde er in Europa von der christlichen Religion bestimmt, wie Norbert Fischer in seinem historischen Überblick ausführt. Man glaubte wortwörtlich an die leibliche Auferstehung und wollte dafür den besten Platz haben.
Die Zukunftsplanungen für den Ohlsdorfer Friedhof sind in vollem Gange. Nachdem die Aufgaben für das Projekt Ohlsdorf 2050 ausgeschrieben worden sind und das Planungsbüro bgmr Stadtplanung Berlin den Zuschlag für die gartenarchitektonische Planung erhalten hat, fand am 1. Juli ein Expertengespräch mit dem Förderkreis statt. Dabei wurden die Ideen des Förderkreises lebhaft diskutiert.
Schon im letzten Heft wurde berichtet, dass eine neue Gedenkfigur des "Redners" auf dem Ehrenhain der Widerstandskämpfer in Ohlsdorf mit Hilfe einer Spendenaktion aufgestellt werden konnte. Damals war es uns noch nicht möglich, auch ein Bild dieser Figur zu veröffentlichen, da das Erinnerungsmal noch nicht enthüllt war.
Eingeladen vom Bund Heimat und Umwelt, der das Jahr 2015 zum Jahr des historischen Friedhofs ausgerufen hat, und der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal kamen im Juni Denkmalpfleger, Friedhofsverwalterinnen, Gartenarchitekten, Wissenschaftlerinnen und Menschen, die sich für Friedhöfe engagieren, in Kassel zusammen.