Am 1. Juli 1877 wurden die ersten Grabfelder des neuen Zentralfriedhofes der Freien und Hansestadt Hamburg in Ohlsdorf eingeweiht. Als dann vor 40 Jahren der 100. "Friedhofsgeburtstag" erstmals Anlass zum Feiern bot, organisierten die beiden Gartenarchitekten Helmut Schoenfeld und Michael Goecke eine Jubiläumsausstellung und gaben eine Broschüre mit dem Titel "Hauptfriedhof Ohlsdorf im Wandel der Zeit" heraus.
Die Bedeutung von Wilhelm Cordes für den Ohlsdorfer Friedhof kann man kaum hoch genug eingeschätzt werden: Auf seinen Ideen beruht die gesamte Planung des älteren Friedhofsteiles. Stück für Stück wuchs der ältere Teil der Anlage unter seiner Leitung zu seiner heutigen Größe heran.
Als "Anwalt des sozialen Grüns" wurde Otto Linne weit über Hamburg hinaus bekannt. Dorthin war er 1914 als erster Gartendirektor der Stadt gekommen. Nach dem Tod von Wilhelm Cordes übernahm er auch den Posten des Friedhofsdirektors. Der Sohn eines Kaufmanns war in Bremen zur Schule gegangen und hatte danach eine Ausbildung an den Königlichen Gärten in Dresden sowie der Königlichen Gärtner-Lehranstalt Wildpark bei Potsdam gemacht.
2007 sind die Theologen im Vatikan zu der Auffassung gelangt, dass Totgeborene, die ungetauft sterben, direkt ins Paradies kommen. Damit hat die katholische Kirche knapp fünfhundert Jahre nach Luthers Thesenanschlag die Vorstellung des "Limbus puerorum" oder "Limbus infantium", eine Art Vorhölle speziell für ungetaufte Kinder, als eine "unzulässig eingeschränkte Sicht der Erlösung" befunden, eine Sicht, die Jahrhunderte lang den Umgang mit Totgeborenen bestimmte.
Naturfriedhöfe (engl. "green burials" oder "natural burials") kamen erstmals in England in den 1990er Jahren auf und sind seitdem ständig mehr geworden.
Mit diesem Heft erinnern wir an die Einweihung des Friedhof Öjendorf vor 50 Jahren und beleuchten verschiedene Aspekte von Geschichte und Gegenwart. Helmut Schoenfeld hat vor 25 Jahren eine Broschüre zu diesem Friedhof herausgegeben, die heute lange vergriffen ist. Darin hat er eine fundiert recherchierte Geschichte des Friedhofs veröffentlicht, die wir hier in leicht veränderter Form wiedergeben
Seit dem 18. April 2016 ist Carsten Helberg bei den Hamburger Friedhöfen, und er ist, nachdem Wolfgang Purwin Ende Mai verabschiedet wurde, alleiniger Geschäftsführer der Anstalt öffentlichen Rechts.
Im Rahmen unserer Schriftenreihe hat der im April neu gegründete Förderverein für das historische Islamische Gräberfeld auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine Broschüre zur Geschichte seiner Grabanlage herausgegeben. (Aufgrund eines Übermittlungsfehlers wurde daraus der zweite 13. Band unserer Schriftenreihe. Der erste 13. Band ist das hier schon vorgestellte Buch unseres ehemaligen Vorsitzenden Hans-Jörg Mauss "Fröhlicher Friedhof" aus dem Jahr 2014).
Der Förderkreis hat die Plastik "Das Schicksal" von Hugo Lederer und die Figuren auf der Grabstätte Cohen von der Diplomrestauratorin Stephanie Silligmann M.A. reinigen und restaurieren lassen.