OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Grabmale - restaurieren und präsentieren

 - November 2013
Ausgabe: 
Nr. 123, IV, 2013

Als wir das Thema für diese Ausgabe festlegten, wollten wir eigentlich Beispiele für die Erhaltung und Wiederaufstellung von historischen Grabmalen aufzeigen; in dem Sinne von "Tue Gutes und sprich darüber". Tatsächlich sind in diesem Heft mit der Sanierung der Grabanlage Ludwig Clewe auf dem Alten Friedhof Schwerin, der Erneuerung des Friedhofs von Nebel in Amrum und der Instandsetzung des Gruftgebäudes von Haselberg auf dem Alten Friedhof in Greifswald drei interessante Beispiele für unser Thema versammelt. Und wahrscheinlich könnte man noch viele weitere gute Beispiele finden, nicht zuletzt auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof, für dessen Erhaltung wir uns vorrangig einsetzen.

Titelseite Nr. 123
Titelseite Nr. 123

Vorangestellt sind jedoch Gedanken der Kulturwissenschaftlerin Andrea Weber, die tiefer auf die eigentliche Bedeutung von Friedhöfen eingeht und damit auf einen wichtigen Gesichtspunkt, den wir im alltäglichen Geschäft vielleicht manchmal allzu leicht aus den Augen verlieren, der aber grundlegend auch für die Erhaltung und Präsentation historischer Grabmale ist. Gerade heutzutage geht es darum, Orte zu schaffen, die trösten, die der Erinnerung geweiht sind und die selbst daran erinnern, dass Trauer ein grundlegendes menschliches Gefühl ist, das vor uns und nach uns weiter bestehen wird. Gerade historische Friedhöfe sollten besondere Orte im Stadtraum sein, die für die Bedürfnisse Trauernder geschaffen sind und Trost spenden.

Heft-Rubrik: 

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