Es mögen wohl fast 200 Interessierte, meist Frauen, gewesen sein, die sich am 1. Juli auf dem Ohlsdorfer Friedhof in der Nähe des Wasserturms versammelten, um den nunmehr bestellten Garten der Frauen mit Musik, Lesungen und natürlich auch Ansprachen gebührend zu feiern.
Wie wir berichteten, schien kein Interesse an der Verlängerung des Nutzungsrechts an der Grabstätte des bekannten Operettenkomponisten Paul Abraham zu bestehen.
Der Kriegstod ist ein besonders tragisches Beispiel für "Begraben in der Fremde", weil es sich um den gewaltsamen, erzwungenen Tod handelt. Dies gilt erst recht für die Opfer von Diktatur und Gewaltherrschaft, die häufig namenlos verscharrt wurden – zum Beispiel KZ-Opfer.
Um die weit entfernt von ihrer Heimat verstorbenen Seeleute gemeinschaftlich beisetzen zu können, erwarb das Generalkonsulat der chinesischen Republik 1929 auf der damals gerade hergerichteten Erweiterungsfläche des Ohlsdorfer Friedhofs bei Kapelle XIII eine Gemeinschaftsgrabstätte.
Die "Westfalenpost" meldete zu Silvester 2000: Im November 1944 stirbt der junge Obergefreite Aljut Lambertus in Lettland. Im Nachkriegsdeutschland leben die Familienangehörigen lange Jahre in Ungewissheit.