Die Friedhofskultur in Deutschland befindet sich im Wandel. Veränderungen in der Bestattungskultur, demografische Entwicklungen sowie steigende Anforderungen an Transparenz und Effizienz stellen Friedhofsverwaltungen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen digitale Werkzeuge neue Möglichkeiten, um Prozesse zu optimieren, Ressourcen nachhaltiger zu nutzen und den Service für Bürger*innen zu verbessern.
Wie reagiert der moderne Mensch auf die unaufhaltsame Realität des eigenen Todes und den Verlust seiner Liebsten? Diesen Fragen geht der Philosoph Moritz Terwesten in seinem Dokumentarfilm Sterben ohne Gott nach, der im März 2025 bundesweit in die Kinos gekommen ist.
Am 24. Januar 1992 eröffnete das Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Seitdem ist es die einzige unabhängige, ausschließlich kulturellen und wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtete Institution, die sich mit dem gesamten Spektrum von Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken befasst.
An den Tod denkt niemand gern. Darum machen sich viele Menschen auch keine Gedanken, wo und wie sie einmal bestattet werden wollen. Viele Familien sind anders, auch und gerade in diesem Punkt. Insbesondere dann, wenn es um das Wo und Wie einer Bestattung geht, ist meist Schluss mit Individualität und Verschiedenheit.
Der neue Erinnerungsort "Gedanken an Dich"
Auf See, anonym oder in der Ferne bestattet, die Gründe, warum das Grab als Ort der Erinnerung fehlt, sind vielfältig. Ganz neu und erstmalig auf einem Friedhof in Deutschland ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof hierfür nun ein heilsamer Ort entstanden.
Am 29. April 2010 fand in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg / Schleswig-Holstein) eine Tagung zur aktuellen Entwicklung der Friedhofs- und Bestattungskultur statt.
Mumien gelten als Inbegriff der altägyptischen Religion und als anschauliche Zeugen für den festen Glauben an das Weiterleben nach dem Tod. Dass Mumien auch fester Bestandteil der europäischen Kultur waren, ist allgemein kaum bekannt.