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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

30 Jahre Museum für Sepulkralkultur

Am 24. Januar 1992 eröffnete das Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Seitdem ist es die einzige unabhängige, ausschließlich kulturellen und wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtete Institution, die sich mit dem gesamten Spektrum von Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken befasst.

Mittlerweile kann das Museum auf über 120 Sonderausstellungen und weit mehr Veranstaltungen zurückblicken. Die Bandbreite der behandelten Themen ist vielfältig und thematisiert unterschiedlichste kulturelle Facetten der Endlichkeit des Lebens. Waren in den Anfängen die Ausstellungen überwiegend der Historie der Sepulkralkultur verpflichtet, setzte im Jahr 2000 mit der Ausstellung "Last Minute - Eine Ausstellung zu Sterben und Tod" ein Paradigmenwechsel ein. Last Minute näherte sich dem Sterben aus der Sicht der heute Lebenden. Die überwältigende Resonanz der Ausstellung zeigte, dass aktuelle Phänomene im Umgang mit der Endlichkeit des Lebens, das Hier und Jetzt, auf großes Publikumsinteresse stoßen.

Bis heute sind zeitgenössische Themen in den Bereichen Sterben, Tod und Trauer im Fokus der Ausstellungstätigkeiten, aktuell insbesondere durch die Sonderausstellung "Suizid - Let's talk about it!". Diese Ausstellung präsentiert Informationen, Anregungen, Herausforderungen und Chancen, die einen gesellschaftlichen und persönlichen Umgang mit dem Suizid reflektieren. Mit Blick auf die Kunst- und Kulturgeschichte, Geistes- und Sozialwissenschaften und die Medizin ist es das Ziel, eine öffentliche Kommunikation zu forcieren. Aufgrund der großen Nachfrage von Seiten der Medien und der Besucher*innen an der Aufarbeitung der Themen Suizid und Suizidalität wurde die Ausstellung und damit auch das wöchentliche Begleitprogramm bis zum 3. April 2022 verlängert.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Gemeinnützige Bestattungskultur (März 2022).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2022).