Direkt zum Inhalt

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Nr. 151, IV, 2020

Verbundene Artikel:


Lütt Fier – Sommerfest an der Ohlsdorfer Kulturkapelle

Wilhelm Cordes (Lizzy Staud, links) und Otto Linne (Karin Robben, rechts) in angeregtem Gespräch

Lütt Fier? Ja, bedingt durch Corona war es tatsächlich nur ein kleines Fest, dass der Friedhof zusammen mit der Kulturkapelle 6 veranstaltete. Das Programm bot zwei Streifzüge rund um die Kapelle und klang dann aus mit einem Konzert mit Sibylle Milde, Gitarre und Gesang.

Wiederherstellung der Friedhofsruhe – Schrankensystem gegen verbotenes Durchfahren des Ohlsdorfer Friedhofs

Friedhofs-Einfahrt

Alle Beteiligten hätten sehr gerne auf Schranken zur Verhinderung von Durchfahrten verzichtet. Sie sind auf einem Parkfriedhof immer ein Fremdkörper, kosten rund 448.000 Euro und verursachen Betriebsaufwendungen. Jedoch konnten sich die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft und die Hamburger Friedhöfe -AöR- den Forderungen nicht mehr entziehen, ein Schrankensystem einzurichten.

15 Jahre "Garten der Kinder" auf dem Friedhof Schleswig-Friedrichsberg

Blick in den "Garten der Kinder"

Im September 2005 wurde der "Garten der Kinder" in Schleswig auf dem Friedrichsberger Friedhof eingeweiht. Das gemeinsame Interesse, für verstorbene Babys aus der Zeit der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt einen freundlichen Ort zu finden, führte zum gemeinsamen Projekt verschiedener Träger.

Abbas Ali Pyr-Chad und die Gründung des iranisch-mohammedanischen Gräberfeldes X-19 auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf

Abbas Ali Pyr-Chad in jungen Jahren

Erstes Begräbnis auf dem iranisch-mohammedanischen Gräberfeld. Abbas Ali Pyr Chad, geboren am 14. April 1870 in Täbriz, gehörte zu jener Gruppe iranischer Kaufleute, die vom Ausland aus mit großem Geschick Handel betrieben. Erst in Russland und ab 1931 in Hamburg brachte er es aufgrund seiner weitreichenden Geschäftsbeziehungen zu Ansehen und Vermögen. Er starb am 16. Mai 1941 an Herzversagen auf dem Weg zum Hafen-Krankenhaus.

"Es ist genug": Modell für einen "musikalischen" Grabstein

Musikalischer Grabstein

Der Schriftzug »Es ist genug« (altertümlich »genung«) bezieht sich auf eine Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 60). Mit diesen Worten, gesungen auf die Töne a-h-cis-dis, beginnt der Schlusschoral, dessen Text vollständig lautet:
Es ist genug; Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus!
Mein Jesus kömmt; nun gute Nacht, o Welt! Ich fahr ins Himmelshaus,
ich fahre sicher hin mit Frieden; mein großer Jammer bleibt danieden.
Es ist genug, es ist genug.

Thomas Klie/Jakob Kühn (Hg.): Die Dinge, die bleiben - Reliquien im interdisziplinären Diskurs

Seit acht Jahren findet an der Theologischen Fakultät Rostock (Praktische Theologie) die "funerale" statt, die sich mit Themen der Bestattungskultur im religiösen Kontext auseinandersetzt. In der letzten Veranstaltung 2019 ging es um die Vermessung des Begriffs Reliquie oder anders gesagt, um die Frage, was von einem Menschenleben - sei es nun profan oder heilig - bleibt. Inzwischen sind die Beiträge in einem Tagungsband, herausgegeben von den beiden Veranstaltern, dem Professor für praktische Theologie Thomas Klie und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dipl. theol. Jakob Kühn.

Susen und Karsten Stanberger (Hg.): Die Grasbeißerbande – Das Sterben wieder ins Leben holen

Das Buch ist nicht neu, gewinnt aber durch 2020 laufende Ausstellungen zum gleichen Thema in Wiesbaden und Leipzig an Aktualität. Der Titel des Buches bezieht sich auf eine Frage des achtjährigen Max: "Warum soll ich mir die Zähne putzen, wenn ich sowieso ins Gras beiße?" Zwei Jahre lang sammelten die beiden Herausgeber Fragen von lebensverkürzt erkrankten Kindern. Sie sprachen mit den Kindern, Geschwistern, Eltern und mit Mitarbeitern und Ärzten aus Pflege und Betreuung.

Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. in Kassel geehrt

Am 5. Oktober 2020 fand in Kassel die jährliche Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. statt. Dabei erfuhr der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof eine besondere Anerkennung. Vom ARGE-Vorstandsvorsitzenden Matthäus Vogel und Geschäftsführer Dirk Pörschmann erhielt der Verein das in diesem Jahr ganz neu gestaltete Ehrenzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht.

Aktivitäten des Förderkreises

Auch im dritten Quartal waren die Aktivitäten des Förderkreises bedingt durch Corona weiter eingeschränkt. Immerhin zwei öffentliche Führungen, die jeweils ausgebucht waren, konnten erfolgreich durchgeführt werden.