Der Kriegstod ist ein besonders tragisches Beispiel für "Begraben in der Fremde", weil es sich um den gewaltsamen, erzwungenen Tod handelt. Dies gilt erst recht für die Opfer von Diktatur und Gewaltherrschaft, die häufig namenlos verscharrt wurden – zum Beispiel KZ-Opfer.
Rom war immer das Ziel christlicher Pilger, besitzt diese Stadt doch mit den Grabstätten der Apostel Petrus und Paul fast so bedeutsame heilige Stätten des Glaubens wie das Heilige Land selbst.
Vor einem guten Jahr fragte mich eine Freundin, ob ich je von der Prinzessin von Sansibar und ihrer ungewöhnlichen "Love Story" gehört hätte und ob sie vielleicht auf dem Ohlsdorfer Friedhof liege...
Um die weit entfernt von ihrer Heimat verstorbenen Seeleute gemeinschaftlich beisetzen zu können, erwarb das Generalkonsulat der chinesischen Republik 1929 auf der damals gerade hergerichteten Erweiterungsfläche des Ohlsdorfer Friedhofs bei Kapelle XIII eine Gemeinschaftsgrabstätte.
Auf dem jüdischen Friedhof Golders Green (London) ist Rabbiner Leo Baeck bestattet worden. Er wurde am 23. Mai 1873 in Lissa (Posen) als Sohn eines Rabbiners geboren.
Die "Westfalenpost" meldete zu Silvester 2000: Im November 1944 stirbt der junge Obergefreite Aljut Lambertus in Lettland. Im Nachkriegsdeutschland leben die Familienangehörigen lange Jahre in Ungewissheit.
Eine unauffällige Breitstele auf dem Ohlsdorfer Friedhof bei Kapelle VIII, Planquadrat AG 9, 294-95, führt u.a. die Inschrift "Hermann Pinkwart/1865-1953".