Es war Mitte August im außergewöhnlich heißen Sommer 1892, als Erreger der Asiatischen Cholera elbaufwärts nach Rothenburgsort schwappten, um dort mittels Pumpen ins Hamburger Wasserleitungsnetz zu gelangen.
1897 erschien der erste gedruckte Führer über den Friedhof Ohlsdorf, verfasst vom Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes anlässlich der Allgemeinen Gartenbau-Ausstellung zu Hamburg. Der Herausgeber war die Friedhofsdeputation (die Friedhofsbehörde in Hamburg). Für heutige Verhältnisse war er noch ein kleines Büchlein, das sich aber immer noch zu lesen lohnt, denn es erschließt dem Leser die Grundzüge der Gestaltungsideen eines Mannes, dessen Wirken tief in der Kunstauffassung des Historismus und in romantischen Naturvorstellungen verankert war.
Immer wieder sind Bildhauer auf Ohlsdorf und anderen Friedhöfen tätig gewesen.
Zwar sind es nicht immer die großen Namen, die wir an den Figuren und Reliefs auf den Grabstätten finden: Oskar Ulmer, Caesar Scharff, Richard Kuöhl, Arthur Bock und andere.