Zu den weltweit bekanntesten Ereignissen im Umfeld von Sterben, Tod und Trauer zählt der "Tag des Todes", vor allem als mexikanisches Totenfest "Día de Muertos". Aber auch in anderen Ländern und Regionen ist der Tag des Todes Anfang November auf den Friedhöfen immer wieder etwas Besonderes, etwa als "Día de Todos los Santos" in Spanien.
Der berühmte mexikanische Schriftsteller Octavio Paz sagte einst, dass "für einen Pariser, New Yorker oder Londoner der Tod ein Wort ist, dass man vermeidet, weil es die Lippen verbrennt. Der Mexikaner dagegen sucht, streichelt, foppt, feiert ihn, schläft mit ihm; er ist sein Lieblingsspielzeug und seine treueste Geliebte.
Das Gedenken an die Toten ist Teil der kulturellen Entwicklung der Menschheit und findet sich anscheinend in allen Kulturen. Die Christenheit kannte schon im alten Rom Festtage, an denen ausdrücklich aller jener Toten gedacht wurde, die man als Heilige und Märtyrer verehrte. So hat auch die Feier des Allerseelenfestes im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Formen angenommen, die einander immer wieder wechselseitig beeinflusst haben und noch heute beeinflussen.
Bereits in den Tagen vor dem "Día de Todos los Santos" Anfang November ist der Nuestro Padre Jesús-Friedhof von Murcia voller Leben. Die Grabstätten, größere und kleinere, werden aufwändig gereinigt und mit frischem Blumenschmuck versehen.
Anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Reichsausschusses Friedhof und Denkmal, des Vorläufers der heutigen Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., fand am 16. Oktober 2021 in Dresden ein Symposium statt.
An den Tod denkt niemand gern. Darum machen sich viele Menschen auch keine Gedanken, wo und wie sie einmal bestattet werden wollen. Viele Familien sind anders, auch und gerade in diesem Punkt. Insbesondere dann, wenn es um das Wo und Wie einer Bestattung geht, ist meist Schluss mit Individualität und Verschiedenheit.
Die von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Universität Hamburg organisierten Veranstaltungsreihe "Andocken" findet im Wintersemester 2021/22 zum 20. Mal statt. Sie ist Teil des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität. Die Reihe beschäftigt sich dieses Mal mit Gedenkstätten, Denkmäler, Museen, Straßennamen als Aushandlungsorte des kulturellen Gedächtnisses in Hamburg.
St.Quentin
Kriege hinterlassen tiefe Spuren, millionenfach Familien und ihre Angehörigen sind davon betroffen. Das gilt auch für Hamburg und seine vergangenen wie gegenwärtigen Bewohnerinnen und Bewohner. Auch in Belgien wie auch im Norden und Osten Frankreichs finden sich überdurchschnittlich viele Monumente und Mahnmale.
Gedenkstein
Nordöstlich vom heutigen Zentrum von Samarkand, mit Buchara zusammen in Usbekistan die wichtigsten Orte der alten "Seidenstraße", liegt auf einem trockenen hügeligen Gelände ein Friedhof, dessen Friedhofsordnung bedenkenswert sein soll.