Immer wieder sind Bildhauer auf Ohlsdorf und anderen Friedhöfen tätig gewesen.
Zwar sind es nicht immer die großen Namen, die wir an den Figuren und Reliefs auf den Grabstätten finden: Oskar Ulmer, Caesar Scharff, Richard Kuöhl, Arthur Bock und andere.
Wer sich in Hamburg für Skulpturen, Bildhauerei und plastische Kunst im öffentlichen Raum interessiert, findet wahrhaftig eine echte Fundgrube auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
Vor zwei Jahren traf ich zufällig am Rand eines heckenumsäumten Grabfeldes der 30er Jahre westlich vom Heckengarten-Museum auf eine 40x40cm kleine Grabplatte (Lage Bh 54, 1985) mit einer modernen halbliegenden Figur und der Inschrift: IN MEMORIAM KARLHEINZ ENGELIN BILDHAUER 1924-1986
Einen "großen" Namen hat Bruno Karberg in der bildenden Kunst sicher nicht gehabt. Aber einige ältere Hamburger mögen sich eventuell seiner erinnern, wenn auch vor allem über die Werke seiner angewandten Kunst.
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es in Hamburg verhältnismäßig viele wohlhabende Kaufleute, die ältere, aber auch moderne Kunst intensiv sammelten.
Ende Januar dieses Jahres hat das Lockerbie-Drama von 1988 seinen juristischen Abschluss gefunden – und damit eine Katastrophe unvergleichlichen Ausmaßes in Erinnerung gebracht.