Grabmal Zennig/Deussen. Foto: P. Schmolinske
Unter den Mitgliedern der Hamburgischen Sezession waren die Bildhauer eine Minderheit. Während sich bei den Malern zum Teil enge Kontakte und intensiver Austausch entwickelten, was tatsächlich den Malstil beeinflusste, lässt sich Vergleichbares bei den Bildhauern kaum erkennen. Neun Bildhauer der Sezession sind mit Arbeiten in Ohlsdorf vertreten.
Der Bölck-Grabstein auf dem Oldesloer Friedhof mit Friedhofsverwalter Jörg Lelke. Foto: N. Fischer
Am 16. August 2019 wurde auf dem Evangelisch-Lutherischen Friedhof Bad Oldesloe der Grabstein für den bedeutenden Unternehmer und Mäzen Friedrich Bölck (1877-1940) neu aufgestellt. Der Grabstein stand zuvor auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Der neue Standort wurde mit einer Feier auf dem Friedhof eingeweiht, bei der die Oldesloer Stadtarchivarin Sylvina Zander in einer Rede auf die historische Bedeutung Bölcks hinwies.
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 in der Freien und Hansestadt Hamburg vergibt alle drei Jahre einen Preis für Denkmalpflege. Damit sollen Objekte ausgezeichnet werden, die im Ergebnis vom sensiblen, auf Sachkenntnis und Respekt basierenden Umgang mit historischer Bausubstanz zeugen.
Anm. d. Redaktion: Am 7./8. September 2012 fand an der Universität Hamburg eine Tagung unter dem oben genannten Titel statt. Im Folgenden werden jene beiden Vorträge zusammengefasst, die sich in besonderem Maß mit Tod, Trauer und Erinnerung im Umfeld des Zweiten Weltkriegs befassten. Veranstalter der Tagung: Universität Hamburg, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und Historisches Seminar/Hamburger Arbeitskreis für Regionalgeschichte (Prof. Dr. Sabine Kienitz, Prof. Dr. Norbert Fischer, Prof. Dr. Franklin Kopitzsch).
"Dieses von 1930-1932 nach Entwürfen von Fritz Schumacher in zeitgenössischer Klinkerbauweise errichtete Krematorium ersetzte das alte von 1891 an der Alsterdorfer Straße.
Bestimmt nach einer Begräbnisordnung von 1882 "zur allgemeinen Begräbnisstätte" und von Anfang an als kommunale Anlage gedacht, ist der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg Zeugnis der säkularisierten Großstadtwelt des Industriezeitalters.
Wenn in Hamburg vom Krematorium die Rede ist, heißt es, genau zu unterscheiden. Und zwar muss man unterscheiden zwischen dem "Alten Krematorium", dem "Neuen Krematorium" und dem ganz neuen Krematorium.
Immer wieder sind Bildhauer auf Ohlsdorf und anderen Friedhöfen tätig gewesen.
Zwar sind es nicht immer die großen Namen, die wir an den Figuren und Reliefs auf den Grabstätten finden: Oskar Ulmer, Caesar Scharff, Richard Kuöhl, Arthur Bock und andere.
Wer sich in Hamburg für Skulpturen, Bildhauerei und plastische Kunst im öffentlichen Raum interessiert, findet wahrhaftig eine echte Fundgrube auf dem Ohlsdorfer Friedhof.