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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Petra Schmolinske

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Doppeltes Pech

Während die "normalen" Friedhöfe mit Rückgang der Bestattungszahlen und zu viel Platz zu kämpfen haben, sind Tierbestattungen zurzeit noch ein boomender Markt.

Jetzt werden auch erste Schritte unternommen, um die Bestattung von Mensch und Tier in einem Grab zu ermöglichen. Das sagt sicher nicht jedem zu, aber bei dem heutigen Trend zu immer mehr Individualität ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch dies Normalität wird.

Neues vom Projekt Ohlsdorf 2050

Eine Idee, die bekanntlich viel Wirbel verursacht hatte, ist vom Tisch – es gibt keine Kita in der Kapelle 6.

Wie im Abendblatt vom 11. Dezember 2017 berichtet wurde, sind die dafür erforderlichen Umbaumaßnahmen mit den gültigen Bebauungsplänen nicht vereinbar. Es wird nun nach alternativen Möglichkeiten der Nutzung gesucht.

Weitere Informationen sind aus einer E-Mail zu entnehmen, die Lutz Rehkopf, Pressesprecher des Friedhofs, am 30. November 2017 verschickte:

Neue Mitarbeiter und ein Arbeitsessen

Drei Vorsitzende

Bei den Aktiven des Vereins ergaben sich im vergangenen Jahr einige Veränderungen. Ausgeschieden aus dem Verein ist Uwe Almstedt, Archivar und Beisitzer im Vorstand. Ein geeigneter Nachfolger fehlt leider bislang. Dafür bekam zunächst das Scan-Team Verstärkung. Kerstin Wilcke ist jetzt montags am Scan-Rechner im Büro anzutreffen. In diesen Bereich hat sich auch Tajana Schneemann eingearbeitet und ist meist am Donnerstag im Museum tätig.

Das Feuerbestattungsregister – eine interessante Lektüre?

Urne

Das Feuerbestattungsregister des Krematoriums – das klingt nach Bürokratie und deutscher Gründlichkeit, also eher eine trockene Angelegenheit. Es ist aber auf Grund seiner Vollständigkeit eine recht ergiebige Quelle, denn vom Tag der Inbetriebnahme an wurde jede Einäscherung hier verzeichnet. Es lässt sich manches über die Entwicklung der Feuerbestattung daraus ablesen, und man stößt auch auf Hinweise zu einzelnen Persönlichkeiten.

Der Cimetière Notre Dame in Luxemburg – Ein Besuch beim Hauptmann von Köpenick

Grabfeld Kruzifixe

Wer in Vorbereitung eines Besuches in Luxemburg Stadt im Internet stöbert, kann bei Wikipedia in der Rubrik 'Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten' den Namen Friedrich Wilhelm Voigt entdecken, besser bekannt als Hauptmann von Köpenick. Dieser hatte tatsächlich seine letzten Lebensjahre in Luxemburg verbracht und starb dort am 3. Januar 1922. Sein Grab liegt auf dem Cimetière Notre Dame, zu Deutsch Liebfrauenfriedhof.

Die Wilhelm-Cordes-Ausstellung fand nicht statt

Grabmal Cordes

Das 'Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V.' hatte in seinem Veranstaltungs-Flyer eine Ausstellung zum 100. Todestag unseres Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes angekündigt, für mich als Mitglied des Förderkreises natürlich ein sehr interessantes Thema. Vernissage am 27. August – der Termin passte, also auf nach Wilhelmsburg.Beim Museum angekommen zunächst Verwunderung – keine Anzeichen von den doch sonst bei solchen Veranstaltungen üblichen erhöhten Aktivitäten.

Die Cholera in Hamburg 1892

Denkmal

Die letzte große Katastrophe, die Hamburg im 19. Jahrhundert traf, war die Cholera-Epidemie von 1892. An diese Zeit erinnert auf dem Ohlsdorfer Friedhof seit 1992 der wohl selten wahrgenommene Gedenkstein an der Cordesallee, einige Meter östlich der Kreuzung mit der Ringstraße (Lage N18). Die Inschrift lautet: "Die Cholera forderte 1892 mehr als 8500 Opfer. Die meisten wurden hier begraben. Verantwortung für die Umwelt und ihre Lebensquellen sei uns ihre Mahnung. Patriotische Gesellschaft von 1765 im September 1992."

140 Jahre Ohlsdorfer "Prominenz"

Gedenkstein

Seit der Eröffnung am 1. Juli 1877 sind über 1,4 Millionen Menschen auf dem Ohlsdorfer Friedhof bestattet worden. Am Anfang war Ohlsdorf ein Begräbnisplatz für die "kleinen Leute". Es dauerte einige Jahre, bis auch Wohlhabende die Anlage für sich entdeckten, teils freiwillig, teils gezwungenermaßen wegen der Schließung der alten Friedhöfe.