Geschichte ist gerade in Krisen- und Umbruchszeiten en vogue. Viele Museen und Ausstellungshäuser verzeichnen stetig wachsenden Zulauf. Auch Friedhöfe und Grabmäler werden zunehmend musealisiert.
Intention des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist in erster Linie die museale Aufbereitung der Erinnerung an bedeutende Frauen Hamburgs.
Wer heute das Künstlerdorf Fischerhude in der Nähe von Bremen besucht, kommt meistens, um das zum Museum umgebaute Wohnhaus des Malers Otto Modersohn zu besichtigen, der nachdem seine Frau, die Malerin Paula Modersohn-Becker im Kindbett gestorben war, 1908 nach Fischerhude übersiedelte, wo er ein Jahr später eine neue Ehe mit Louise Breling einging.
Während zum Beispiel in Ohlsdorf, Nienstedten und Kirchwerder historische Grabsteine in Grabmal-Freilichtmuseen oder sogenannten Museumsbereichen unter freiem Himmel museal zusammengestellt wurden, haben es einige alte und historisch besonders wertvolle Grabsteine sogar bis in Hamburgs staatliche Museen geschafft.
Auf dem Gelände um die Kirche Bergstedt herum standen, gruppiert und teilweise einzeln, Grabsteine, die der Kenntnis nach nicht mehr auf den ehemaligen Gräbern standen.
Bei winterlicher Kälte und strahlendem Sonnenschein fand am Freitagnachmittag, dem 21. November 2008, mit etwa 120 Gästen die feierliche Eröffnung des neuen islamischen Grabfeldes auf dem Öjendorfer Friedhof statt.
Unter dieser Fragestellung fand vom 7. bis 9. November 2008 in der Schwabenakademie Irsee eine Tagung statt, die "das Grabmal des Künstlers in kunst-, kultur- und sozialhistorischer Perspektive" untersuchte.
Die fast 500 m lange Sichtachse, von der Mittelallee nach Süden bis hin zum Heckengartenmuseum, ist auf dem Friedhof Ohlsdorf mit seinen angrenzenden Bereichen ein Kernstück und gestalterischer Höhepunkt der Planungen von Otto Linne.