Nein, gemeint ist hier nicht die Südspitze von Südamerika. Mit "Kap Hoorn" wird in Ohlsdorf gelegentlich die spitz zulaufende Ecke an der Einmündung der Ida-Ehre-Allee in die Mittelallee bezeichnet (U32–W35). Wer sich hier genauer umsieht, wird feststellen, dass auf vielen Grabsteinen Sterbedaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu finden sind und die Inschriften auf gefallene Soldaten hinweisen.
Vom 9. September bis 31. Oktober zeigte das Wilhelmsburger Heimatmuseum eine Ausstellung zu Werk und Wirken von Hermann Vering und Wilhelm Cordes. Das Museum befindet sich im alten Amtshaus an der Kirchdorfer Straße. Zusätzlich zu den Räumen im Erdgeschoss des alten Gebäudes, in denen die Dauerausstellung zur Ortsgeschichte präsentiert wird, stehen seit kurzem drei Räume im Obergeschoss zur Verfügung, die für diese interessante, aber leider nur sehr kurze Sonderausstellung genutzt werden konnten.
Das vorliegende Foto entstand am 11. März auf dem Ohlsdorfer Friedhof neben einer Bank zwischen Rosengarten und Südteich. Bilder, Blumen, Laternen, Ewiglichter, kleine Engel und Botschaften sind hier aufgestellt oder abgelegt. Die Bilder zeigen Chester Bennington, Sänger der amerikanischen Band Linkin Park, die ihre Fans besonders unter den Jugendlichen hat. Chester Bennington hatte unter Depressionen gelitten und nahm sich im Juli 2017 im Alter von 41 Jahren das Leben.
Am 4. März 1892 berichtete das "Hamburger Echo" von einem recht merkwürdigen Vorfall: Ein junger Mann war in der Redaktion erschienen und bat um die Veröffentlichung eines Schriftstücks. Es war "die Abschrift eines nach allen Regeln der Kunst abgefaßten Denunziationsschreibens an die Staatsanwaltschaft", in dem eine in Ohlsdorf lebende Person der Majestätsbeleidigung beschuldigt wurde. Urheber war der Schwiegervater des jungen Mannes.
Wilhelm Cordes (1840–1917) war der erste Leiter des Ohlsdorfer Friedhofs, ab 1879 zunächst als Verwalter, ab 1898 dann als Direktor. Er gestaltete den älteren Teil des Friedhofes, heute daher allgemein als 'Cordesteil' bezeichnet. In seiner gartenkünstlerischen Planung überwog bei aller Zweckmäßigkeit das Ästhetische, Romantische. Für diese Art der Gestaltung prägte man den Begriff 'Parkfriedhof', der in Ohlsdorf untrennbar mit dem Namen Cordes verknüpft ist. Sein Nachfolger Otto Linne (1869–1937), der von 1919 bis 1933 den Friedhof leitete, setzte dagegen Grundgedanken der Friedhofsreformbewegung um, die ab etwa 1900 zu grundlegenden Neuerungen in der Friedhofsgestaltung führten.
Während die "normalen" Friedhöfe mit Rückgang der Bestattungszahlen und zu viel Platz zu kämpfen haben, sind Tierbestattungen zurzeit noch ein boomender Markt.
Jetzt werden auch erste Schritte unternommen, um die Bestattung von Mensch und Tier in einem Grab zu ermöglichen. Das sagt sicher nicht jedem zu, aber bei dem heutigen Trend zu immer mehr Individualität ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch dies Normalität wird.
Eine Idee, die bekanntlich viel Wirbel verursacht hatte, ist vom Tisch – es gibt keine Kita in der Kapelle 6.
Wie im Abendblatt vom 11. Dezember 2017 berichtet wurde, sind die dafür erforderlichen Umbaumaßnahmen mit den gültigen Bebauungsplänen nicht vereinbar. Es wird nun nach alternativen Möglichkeiten der Nutzung gesucht.
Weitere Informationen sind aus einer E-Mail zu entnehmen, die Lutz Rehkopf, Pressesprecher des Friedhofs, am 30. November 2017 verschickte:
Bei den Aktiven des Vereins ergaben sich im vergangenen Jahr einige Veränderungen. Ausgeschieden aus dem Verein ist Uwe Almstedt, Archivar und Beisitzer im Vorstand. Ein geeigneter Nachfolger fehlt leider bislang. Dafür bekam zunächst das Scan-Team Verstärkung. Kerstin Wilcke ist jetzt montags am Scan-Rechner im Büro anzutreffen. In diesen Bereich hat sich auch Tajana Schneemann eingearbeitet und ist meist am Donnerstag im Museum tätig.
Das Feuerbestattungsregister des Krematoriums – das klingt nach Bürokratie und deutscher Gründlichkeit, also eher eine trockene Angelegenheit. Es ist aber auf Grund seiner Vollständigkeit eine recht ergiebige Quelle, denn vom Tag der Inbetriebnahme an wurde jede Einäscherung hier verzeichnet. Es lässt sich manches über die Entwicklung der Feuerbestattung daraus ablesen, und man stößt auch auf Hinweise zu einzelnen Persönlichkeiten.
Wer in Vorbereitung eines Besuches in Luxemburg Stadt im Internet stöbert, kann bei Wikipedia in der Rubrik 'Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten' den Namen Friedrich Wilhelm Voigt entdecken, besser bekannt als Hauptmann von Köpenick. Dieser hatte tatsächlich seine letzten Lebensjahre in Luxemburg verbracht und starb dort am 3. Januar 1922. Sein Grab liegt auf dem Cimetière Notre Dame, zu Deutsch Liebfrauenfriedhof.