Am 10. April dieses Jahres verlautete aus dem nordrhein-westfälischen Landtag überraschenderweise, dass das geplante neue Bestattungsgesetz trotz terminierter Beschlussfassung wieder von der Tagesordnung genommen worden sei. Kirchen und Kommunen hatten schon zuvor gegen die Zulassung von privatwirtschaftlichen Aschenbeisetzungsplätzen protestiert. Letztere sind seit einiger Zeit vor allem unter dem Stichwort "Friedwald" in der öffentlichen Diskussion.
"Omas Urne auf dem Fernseher" oder ähnlich wurden im Herbst letzten Jahres die Berichte über das neue Bestattungsgesetz in Nordrhein-Westfalen betitelt.
Islamische Friedhöfe sind noch nicht sehr verbreitet in Europa. Wieso eigentlich, wenn seit Jahrzehnten und Generationen doch sehr viele Muslime unter uns leben?
Im vorigen Heft 80 von "Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur" hat Norbert Fischer den kleinen neuen Führer über den Lübecker Burgtor-Friedhof rezensiert (weitere über die übrigen historischen Friedhöfe der Hansestadt sollen folgen).
"An dieser Stelle wurde am 23. März 1942 der auf dem Gut Hohenbuchen eingesetzte polnische Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski auf Initiative der Hamburger Gestapo gehenkt."
Die Seebestattung war in früheren Jahrhunderten eine hygienische Notwendigkeit beim Tod auf hoher See und blieb anschließend als maritime Tradition Seeleuten vorbehalten.
Ende der 1930er Jahre wurden im Zuge von Speers hypertrophen Planungen für den Aus- und Umbau Berlins in "Germania" rund 15.000 Särge und Aschenurnen nach Stahnsdorf überführt.