Wenn die Rolle des Weiblichen für den Umgang mit Tod und Trauer behandelt wird, so bietet gerade dieser Friedhof auf seinen Grabstätten eine Vielzahl von anschaulichen Beispielen.
Die "Trauernde" ist eine der häufigsten und kulturhistorisch bemerkenswertesten Grabmalfiguren des bürgerlichen Zeitalters. Wie kaum eine andere sepulkrale Figur verkörpert sie den "sanften Tod", der diese Epoche auf den Friedhöfen repräsentiert.
Aus der Zeit um 1900 – genauer seit der Schließung der Grabstätten auf den alten Friedhöfen Hamburgs im Jahr 1892 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918, also aus einem Zeitraum von etwa dreißig Jahren – sind in Ohlsdorf über 300 vollplastische Kunstwerke und etwa 150 Reliefs erhalten geblieben.
Seit kurzem ist der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. Mitglied der ASCE (Association of Significant Cemeteries in Europe). Er vertritt damit den weltgrössten Parkfriedhof in dieser internationalen Vereinigung.
Dem Museum für Sepulkralkultur ist eine vollständige, sehr gut erhaltene Folge der bedeutenden und mittlerweile äußerst seltenen "Zizenhausener Totentanzfiguren" von Anton Sohn (1769–1841) angeboten worden.