In der Ausgabe Nr. 107, IV/2009, unserer Zeitschrift hatten wir die Veröffentlichung des Abschlussberichtes zur Erfassung der Grabinschriften des Ohlsdorfer Friedhofes angekündigt.
In der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift hat Günther Kell von seiner ertragreichen Tätigkeit als Inschriftensammler kurz berichtet. Nun liegt das Ergebnis vor und bedarf einer ausführlichen Erläuterung.
Die mit individuellen, unverwechselbaren Lebensdaten beschrifteten Grabinschriften und Grabzeichen bieten wertvolle Hinweise über Menschen und Denkweisen, sowie die Zeit und die Gegend, in der sie entstanden sind, sei es in theologischer, demographischer, sozioökonomischer oder auch literarischer und künstlerischer Hinsicht – kritisch betrachtet können sie sowohl historisch wie auch gesellschaftlich Aufschluss über eine Epoche geben und zu ihrem besseren Verständnis beitragen.
Inschriften auf Grabmalen von Kindern sind oft sehr anrührend. Einige Beispiele sollen im Folgenden zeigen, welche Inhalte diese Texte hatten und wie sie sich vom Beginn der Neuzeit bis in die Gegenwart verändert haben.
Auf der Suche nach tröstlichen letzten Worten für Traueranzeigen ebenso wie für Grabmalinschriften kann man heutzutage zahlreiche Vorschläge im Internet finden, zum Beispiel unter www.trauerspruch.de oder www.den-tod-anzeigen.de/trauertexte.htm.
Schrift ist spannend – finde ich.
Finden Sie nicht?
Ich habe mich seit meinem 16. Lebensjahr mit Schrift befasst.
Schrift ist spannend. Lesen Sie selbst...
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof entsteht seit Ende 2009 das Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf mit modernen Feierräumen, Gastronomie, Grabangeboten und einer Feuerbestattungsanlage. Gleichzeitig wird das imposante Krematorium des Hamburger Architekten Fritz Schumacher denkmalgerecht saniert und wieder in Betrieb genommen.
Die Sandstein-Skulptur mit dem lateinischen Titel FINIS VITAE NON AMORIS (Das Leben endet, die Liebe nicht) befindet sich seit Mitte 2009 an der Mittelallee auf dem Ohlsdorfer Friedhof, benachbart zur Stahlplatten-Plastik "Grablegung" von Gloria J. Umlauft-Thielecke aus dem Jahr 2000.