Steine des Anstoßes sind das Thema dieser Ausgabe. Anstoßen kann man in zwei Richtungen: Man kann sich selbst an etwas stoßen, so wie es derjenige tat, der die Öffentlichkeit auf ein Grabmal mit dem inkriminierten Symbol des Hakenkreuzes auf dem Ohlsdorfer Friedhof aufmerksam gemacht hat (siehe Pressespiegel), oder man kann etwas anstoßen, also Denkanstöße geben und damit den Stein ins Rollen bringen.
In den 1980er-Jahren hatte ich den Auftrag, ein Gedenkbuch in Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers Fuhlsbüttel zu erstellen.1 Die Spurensuche führte mich auch zum Ohlsdorfer Friedhof.
Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass man durch die Medien damit konfrontiert wird, dass der Rechtsextremismus in Deutschland Zulauf erhält und sich mit gewalttätigen Ausschreitungen gegen Menschen wendet, die einseitig als Fremde oder Außenseiter identifiziert werden.
Auszüge aus Artikeln und Leserbriefen zu dem Grabmal Wülfken auf dem Ohlsdorfer Friedhof, auf dem sich ein Hakenkreuz in einem Zahnrad befindet – Symbol der nationalsozialistischen "Deutschen Arbeitsfront".
Das Erscheinen des neuen Buches über den Ohlsdorfer Friedhof hat sich verzögert. Die offizielle Vorstellung dieser Neuerscheinung wird laut Angaben des Verlages Edition Temmen Bremen abweichend von dem in der vorigen Ausgabe unserer Zeitschrift genannten Termin nunmehr am 24. November 2006 erfolgen.
Das erste Mal traf ich Jan Gawryluk im Sommer 1995 auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Wir wollten einander kennen lernen: Er, der neue Friedhofsleiter und ich, langjähriger Ohlsdorfkenner.
In einer Feierstunde wurde das Grabmal des erfolgreichen und kunstsinnigen jüdischen Großkaufmanns Siegfried Wedells (1848 – 1919) am "Tag des Friedhofs" 2006 nach monatelanger Restaurierung der Stadt Hamburg zurückgegeben.
Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, befindet sich am Rande des Hafens von Emden in der Nähe des Borkumkais eine Warft, auf der es Grabmale zu entdecken gab, deren Entstehungszeiten bis ins 16. Jh. zurückreichen.
Der Baumeister und Architekt Georg Adolph Demmler (1804 – 1886) war ein Schüler Schadows und Schinkels und gehört zu den bedeutendsten mecklenburgischen Baumeistern.