Die beiden Autoren stellen auf anschauliche Weise die Entwicklung der Feuerbestattung dar, dabei liegt der Schwerpunkt auf den letzten Jahrzehnten. Im ersten Kapitel werden Anfänge und Geschichte der Feuerbestattung dargestellt. Das zweite Kapitel ist angelegt als "fotografischer Streifzug" und dokumentiert die Entwicklung der Krematoriumsarchitektur.
Zwischen den Welten von Hadley Vlahos
In der Einleitung beschreibt die Autorin Hadley Vlahos zunächst die Gründe für ihre Entscheidung als Hospizkrankenschwester zu arbeiten. Die zwölf Portraits zeigen die letzten Lebenswochen bzw. -tage von Patienten und Patientinnen unterschiedlichen Alters. Es sind Angehörige der Oberschicht bis hin zu einem Wohnungslosen. Die Gefühle und Gedanken der Betroffenen in ihrer Welt zwischen Leben und Tod sind ebenso nahegehend und mitfühlend geschildert wie die Reaktion der Angehörigen.
Leben und Sterben von Alena Buyx
Dieses Buch ist, wie die Autorin angibt, kein Lehrbuch. Buyx nimmt die Leserinnen und Leser mit in den Klinikalltag - bis an die Betten der Intensivstation -und konfrontiert sie dort mit den ethischen Abwägungen, Diskussionen und Entscheidungsprozessen der Behandlungsteams.
Der Tod ist grün von Alfred Opiolka
Alfred Opiolka, ist gelernter Fassaden- und Dekorationsmaler. Als er im Jahr 2001 eine Anfrage zur Ausgestaltung des Abschiedsraumes in einem Bestattungsinstitut erhält, hat er zunächst Zweifel, ob er diesem Auftrag gerecht werden könne. Weil er sich zuvor noch nie mit Tod und Trauer auseinandergesetzt hat, beginnt er daher, sich intensiv in die Thematik einzulesen. Ein freundlicher und zugleich würdevoller Raum entsteht, der Bestatter ist sehr zufrieden, aber vor allem die Angehörigen fühlen sich wohl und berührt.
In seinem Buch erzählt Norbert Kron auf zugleich berührende und überraschend humorvolle Weise von den Herausforderungen, die das Älterwerden der eigenen Eltern mit sich bringt.
"Vanilleeis zum letzten Gruß" ist kein klassischer Roman mit durchgehender Handlung, sondern ein ebenso berührender wie lebensnaher Blick auf ein Thema, dem viele Menschen lieber ausweichen: den Tod, die Trauer und den Abschied.
Buchcover
Mit diesem Buch legt die Autorin eine außerordentlich umfangreiche Studie zu der Frage vor, wie sich die Vorstellungen vom Überdauern der Toten seit der Aufklärung bis in die Gegenwart geändert und von der religiösen Vorherrschaft gelöst haben; bzw. im wissenschaftlichen Duktus der Autorin: Wie die handelnden Akteure - sie waren hauptsächlich männlich - "den Menschen nach der Überschreitung der Grenze des Todes dachten bzw. sinnhaft im Sein verankerten und welche historischen Hintergründe, welches Wissen, welche Techniken, Technologien und Praktiken mit ihrer Sinnstiftung verbunden waren."
Seit dem letzten Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal die Herausgabe der seit 1956 erschienenen Zeitschrift "Friedhof und Denkmal" eingestellt. Stattdessen ist zum ersten Mal das Jahrbuch mit dem sprechenden Titel "HALT" erschienen. Es versammelt Interviews und Gastbeiträge von und mit renommierten Gesprächspartnern und Wissenschaftlerinnen, Berichte aus der Forschung desZentralinstituts für Sepulkralkultur, Neuigkeiten und Einblicke in die Sammlung, Artikel zu Themen aus der Friedhofs-und Bestattungskultur sowie künstlerisch-ästhetische Zwischenspiele.
Handlungsschauplatz von Sibyl Volks neuem Roman "Café Finito" ist der Dorotheenstädtische Friedhof. Um es gleich vorweg zu nehmen: Den Friedhof gibt es wirklich, ein Kleinod unter den Berliner Friedhöfen, auf dem das Who is Who der geistigen Elite Deutschlands begraben liegt, wie der Leser immer wieder erfährt. Und dort wird tatsächlich auch ein Café betrieben.