Seit dem letzten Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal die Herausgabe der seit 1956 erschienenen Zeitschrift "Friedhof und Denkmal" eingestellt. Stattdessen ist zum ersten Mal das Jahrbuch mit dem sprechenden Titel "HALT" erschienen. Es versammelt Interviews und Gastbeiträge von und mit renommierten Gesprächspartnern und Wissenschaftlerinnen, Berichte aus der Forschung desZentralinstituts für Sepulkralkultur, Neuigkeiten und Einblicke in die Sammlung, Artikel zu Themen aus der Friedhofs-und Bestattungskultur sowie künstlerisch-ästhetische Zwischenspiele.
Im August dieses Jahres wurde die zweite Ausgabe vorgestellt, die ebenso wie die erste von der in Kassel lebenden Künstlerin Aliaa Abbou Khaddour illustriert und von Pascal Kress (The Floor Show, Berlin) gestaltet wurde. In der zugehörigen Presseinformation heißt es, dass das Jahrbuch transdisziplinär auf die Endlichkeit blickt und so den Dialog über dieses -für viele Menschen schwierige -Thema weiterführt. "Halt! So wie es bisher war, wird es nie wieder sein", diese Einsicht und Erfahrung wird den Lesern schon mit diesem Titel und den sprechenden Titelbildern direkt vor Augen gehalten. Der Inhalt ist in beiden Bänden eine bunte Mischung aus Interviews, Kurzgeschichten, Essays und Forschungsberichten. Dazwischen werden Friedhöfe aus aller Welt vorgestellt, so im ersten Band der "Tulpenfriedhof" in Gönningen, der "Cemitériodos Prazeres" in Lissabon und der Friedhofskomplex Bare in Sarajevo; im zweiten Band Friedhöfe in Usbekistan, in der Ukraine und in Griechenland. Inhaltlich werden ganz unterschiedliche Fragen zum Thema Tod aufgegriffen und mit ebenso unterschiedlichen Mitteln beantwortet. Dazu gehören auch künstlerisch-ästhetische Zwischenspiele wie im zweiten Band ein Text mit Fotos von Verstorbenen von dem renommierten Fotografen Walter Schels. Jeder Band endet mit "13 Fragen zum Ende", die im ersten Band dem Holzbildhauer Stephan Balkenhol, im zweiten Band der Journalistin und Schriftstellerin Gabriele von Arnim gestellt worden sind. In beiden Bänden geben Wissenschaftlerinnen des Museums für Sepulkralkultur Einblicke in die Sammlung und die Forschung des zugehörigen Zentralinstituts.
HALT. Das Jahrbuch für Sepulkralkultur kostet 12,00 Euro ist online über den Museumsshop zu beziehen: https://www.sepulkralmuseum.de/forschung/publikationsshop/jahrbuch-halt
HALT - Das Jahrbuch für Sepulkralkultur, 2024 und 2025, Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Kassel 2024 und 2025