Seit dem letzten Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal die Herausgabe der seit 1956 erschienenen Zeitschrift "Friedhof und Denkmal" eingestellt. Stattdessen ist zum ersten Mal das Jahrbuch mit dem sprechenden Titel "HALT" erschienen. Es versammelt Interviews und Gastbeiträge von und mit renommierten Gesprächspartnern und Wissenschaftlerinnen, Berichte aus der Forschung desZentralinstituts für Sepulkralkultur, Neuigkeiten und Einblicke in die Sammlung, Artikel zu Themen aus der Friedhofs-und Bestattungskultur sowie künstlerisch-ästhetische Zwischenspiele.
Handlungsschauplatz von Sibyl Volks neuem Roman "Café Finito" ist der Dorotheenstädtische Friedhof. Um es gleich vorweg zu nehmen: Den Friedhof gibt es wirklich, ein Kleinod unter den Berliner Friedhöfen, auf dem das Who is Who der geistigen Elite Deutschlands begraben liegt, wie der Leser immer wieder erfährt. Und dort wird tatsächlich auch ein Café betrieben.
Dieses Buch und die Werkauswahl der Ausstellung untersuchen den Tod als ein vielschichtiges Phänomen, als einen Übergang, der den Menschen emotional, kulturell und spirituell beschäftigt. Dabei werden verschiedene kulturelle und persönliche Perspektiven einbezogen, die somit einen Raum für Reflexion und Dialog schaffen.
Am 21. September 2025 führte die Exkursion des Förderkreises nach Lunden zum Geschlechterfriedhof und weiter nach Friedrichstadt. Unter fachkundiger Führung von Hans-Jürgen Löbkens erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die Geschichte Dithmarschens, die Bedeutung des Geschlechterfriedhofs sowie die religiös geprägte Stadtgeschichte Friedrichstadts.
Der Veranstaltungsüberblick lädt Euch ein, sich auf unterschiedliche Weise mit Tod, Trauer und Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. So zeigt beispielsweise etwa die Ausstellung "Echo des Unbekannten" in der Kunsthalle Talstraße künstlerische Perspektiven zwischen Ritual und Gegenwart, die Wanderausstellung "150 Jahre Feuerbestattung in Deutschland" vermittelt historische Einblicke in den Wandel der Bestattungskultur, und "Was kostet der Tod?"** im Museum für Sepulkralkultur in Kassel stellt gesellschaftliche und persönliche Fragen zur Endlichkeit.