Wie im letzten Heft ausführlich angekündigt, fand am 21. September 2025 unsere diesjährige Exkursion statt, und zwar nach Lundenzum Geschlechterfriedhof und nach Friedrichstadt. Bereits ab neun Uhr sammelte sich nach und nach die Förderkreis-Gruppe am Altonaer Bahnhof, und der Zug fuhr uns mit nur zehn Minuten Verspätung nach Lunden. Zum Glück waren die Autofahrer dann schon vor Ort, und es entwickelten sich bereits die ersten Gespräche mit unserem Führer Herrn Hans-Jürgen Löbkens.
Los ging es dann in der Kirche, und wir erfuhren Hintergründe der hoch komplizierten Geschichte der alten Bauernrepublik Dithmarschen. Die Gräber der berühmten und wohlhabenden Bauerngeschlechter finden sich bis heute auf dem Friedhof. Hans-Jürgen Löbkens brachte uns sowohl die historischen Zusammenhänge mit großem Wissen und mit Begeisterung nahe, als auch die Hintergründe und Probleme des Erhalts des Friedhofs und der Denkmalschutzaspekte, so dass die Zeit wie im Fluge verging.
Wer sich ausführlicher mit dem Geschlechterfriedhof beschäftigen möchte, dem sei diese Seite empfohlen: https://www.echt-dithmarschen.de/typisch/poi/geschlechterfriedhof-lunden.
Zitat: "Der Geschlechterfriedhof in Lunden stellt ein eindrucksvolles Monument Dithmarscher Vergangenheit dar. Hier wurden Verstorbene der an Geld und Einfluss reichen, im Lundener Kirchspiel ansässigen Familienverbände und Geschlechter beigesetzt."
Mit etwas Verspätung ging es mittags weiter per Bus nach Friedrichstadt ins "Holsteinisch Haus", wo wir zu aller Zufriedenheit bewirtet wurden.
Schon in Lunden hätten wir uns weniger Wind und Niesel gewünscht, jetzt stand die Stadtführung an und Petrus war uns nicht wohlgesonnen. Trotzdem starteten wir frohgemut und hangelten uns von Dach zu Dach bzw. gönnten uns Zeit in der Remonstrantenkirche. Die Geschichte dieser kleinen Stadt ist geprägt von einer bis heute sichtbaren religiösen Toleranz. Erbaut im 17. Jh. von niederländischen Glaubensflüchtlingen, die hier ihre Religion ausüben konnten und wirtschaftliche Vorteile erhielten, blühte das Städtchen zu einem bedeutenden Handelszentrum auf. Bis heute sind der einstige Reichtum sowie der Stolz der Handwerker und Kaufleute sichtbar.
Ein anschließender gemütlicher Bummel durch die pittoresken Straßen bot sich wegen des anhaltenden Regens nicht an, und so starteten wir gegen 16 Uhr wieder per Bahn Richtung Hamburg.