"Die ungezählten Versuche, dem Tod mit Pinsel und Feder, mit Stein-, Ton-und Holzplastiken beizukommen, entsprechen dem Wunsch, einer menschlichen Urangst Herr zu werden, indem man sich diesen vergegenwärtigt, ihm eine körperliche Gestalt verleihtund so zu einem festen Bestandteil von Kultur, Gesellschaft und Kunst werden lässt. In der europäischen Kunst, die ohne die christliche Vorstellungswelt in großen Bereichen unverständlich wäre, spielt die Darstellung des Todes eine zentrale Rolle, die sich über die Jahrhunderte hinweg bis in die unmittelbare Gegenwart in enger Verbindung zu kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Entwicklungen veränderte. Dieses Buch und die Werkauswahl der Ausstellung untersuchen den Tod als ein vielschichtiges Phänomen, als einen Übergang, der den Menschen emotional, kulturell und spirituell beschäftigt. Dabei werden verschiedene kulturelle und persönliche Perspektiven einbezogen, die somit einen Raum für Reflexion und Dialog schaffen" (Umschlagtext).
Mit Aufsätzenvon Thomas Macho, Thorsten Benkel, Reiner Sörries, Matthias Marx, Andreas Ströbl, Kerstin Borchhardt, Jane Redlin, Regula Tschumi, Matthias Rataiczyk und Norbert Fischer.
Siehe dazu auch den Hinweis auf die Ausstellung unter "Veranstaltungshinweise".
Echo des Unbekannten - Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit. Ausstellungs-Begleitband, Hrsg.: Matthias Rataiczyk, Hochformat, 215 Seiten, zahlreiche, meist farbige Abbildungen, Halle (Saale) 2025