Dieses Buch und die Werkauswahl der Ausstellung untersuchen den Tod als ein vielschichtiges Phänomen, als einen Übergang, der den Menschen emotional, kulturell und spirituell beschäftigt. Dabei werden verschiedene kulturelle und persönliche Perspektiven einbezogen, die somit einen Raum für Reflexion und Dialog schaffen.
Wie schon berichtet hat der Tod im letzten Jahr unseren hoch geschätzten Kollegen und Freund Dr. Heiko K.L. Schulze aus unserer Mitte gerissen. Seine langjährige Forschungsarbeit über den Bildhauer Arthur Bock, der die meisten Plastiken des Ohlsdorfer Friedhofes geschaffen hat, hat die Mitglieder der Redaktion in unterschiedlicher Weise immer wieder beeinflusst und zu eigenen Forschungen angeregt. Deshalb widmen wir diese Ausgabe unserer Zeitschrift ihm und seiner intensiven Suche nach Werken und Informationen über diesen zu Unrecht vergessenen Künstler.
Auf Wikipedia gibt es jedes Jahr mit "Wiki Loves Monuments" einen der größten Fotowettbewerbe der Welt zum gebauten Kulturerbe. In Deutschland wird es dieses Jahr innerhalb des Wettbewerbs einen "Sonderpreis Friedhöfe" geben. Die Partnerschaft dafür hat das Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur übernommen. Teilnehmen kann jeder.
Am Sonnabend, 15. März 2014, findet die Tagung "Transmortale V – Neue Forschungen zum Thema Tod" statt, gemeinsam veranstaltet von der Universität Hamburg (Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und Historisches Seminar) und dem Museum/Zentralinstitut für Sepulkralkultur.
Unter dem Titel "Wo brennt‘s – Aktuelle Fragen der Feuerbestattung" findet am 15. Mai 2014 von 9.30 bis 16.00 Uhr im Leipziger KUBUS des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig) ein Symposium statt.
Dank der Website "postmortal.de" und ihres Webmasters Bernd Bruns ist "Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur" seit einiger Zeit auch online im Internet präsent (leider bisher nur in der reinen Textversion, d.h. ohne Abbildungen).
In diesem Heft findet man u.a. zwei Berichte aus dem zur Zeit bei uns in Ohlsdorf hochaktuellem Westafrika ("Ghana: Ein Cadillac für die letzte Ruhe" und "Togo: Kein Fest ohne Beteiligung der Ahnen") oder einen anderen aus Mittelamerika ("Zucker-Skelette und Marzipanschädel: Totenfest in Mexiko").