Auf dem Ohlsdorfer Friedhof sind einige Künstler mit einer ganzen Reihe von Werken vertreten. Oft haben sie während ihrer Lebenszeit ein umfangreiches Oeuvre geschaffen. In dieser Zeitschrift setzen wir diese Thematik mit dem Berliner Bildhauer Heinrich Pohlmann fort, dessen Skulpturen auch als Galvanoplastiken in Umlauf waren.
Pohlmann beschäftigte sich zeitlebens mit christlichen Themen. Neben der Ausstattung von Kirchen (z.B. Kruzifixe, Taufbecken) entstanden seit den 1870er Jahren auch zahlreiche Grabmale in seiner Werkstatt.
Der Bildhauer Heinrich Pohlmann ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof mit mehreren Entwürfen vertreten. Bei der Inventarisation der Ohlsdorfer Grabmale in den 1980er Jahren wurden ihm insgesamt dreißig Arbeiten zugeordnet. Er ist damit einer der besonders gefragten Sepulkralplastiker vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es zwei neue Gemeinschaftsgrabanlagen mit Namen "Farben der Erinnerung" und "Anemone". Erstere liegt in der Nähe des Forums, die zweite bei Kapelle 4.
Die Tagungsreihe TRANSMORTALE gibt seit 2010 einen Einblick in die fächerübergreifende Forschung zu den Themen Sterben, Tod und Trauer. Möglich macht das die stetige Erweiterung von Fachbereichen, die sich mit dem Wandel von Trauer- und Bestattungskultur befassen. So bildete auch die TRANSMORTALE XI wieder eine Vielfalt an Forschungsprojekten ab.
Der Katholische Friedhof liegt an der Augsburger Hermanstraße und ist daher auch als Hermanfriedhof bekannt. Er gehört zu den ältesten erhaltenen Begräbnisplätzen in Deutschland, die außerhalb der Stadttore angelegt wurden.
Seit 2014 unterstützt das Bundesbauministerium herausragende Projekte der Baukultur und des Städtebaus in Deutschland. Eines der sogenannten Premiumprojekte dieses Programms war der Ohlsdorfer Parkfriedhof, für den schon im Jahr 2014 zwei Millionen Euro bereitgestellt worden sind. Dazu kam noch eine weitere Million vonseiten der Hansestadt Hamburg.
Die Autorin stellt in diesem Buch die "MagnificentSeven" vor; jene sieben Gartenfriedhöfe, die im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts rund um London eingerichtet wurden, um der desolaten Lage der Bestattungen innerhalb der wachsenden Großstadt Herr zu werden.
Michael Karbenk spricht in seinem Grußwort von der "anderen Stadt", eine wohl treffende Bezeichnung auch für den Friedhof Ohlsdorf. Für die Stadt ist es wichtig, gebaute Denkmäler der einzelnen stilistischen Epochen zu erhalten. Es hat Bedeutung für die Kultur und Bildung unserer Gesellschaft und somit auch für die Wertigkeit der Stadt. Dies gilt auch für unseren Friedhof, die andere Stadt, sagt Karbenk.