Junge Besucherinnen und Besucher des Mexikanischen Totenfestes in der Kapelle 10
Der Ohlsdorfer Friedhof, als einer der größten Parkfriedhöfe Europas, hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einem Ort entwickelt, an dem einerseits Trauer und Gedenken im Vordergrund stehen, andererseits aber auch kulturelle und künstlerische Veranstaltungen immer mehr Bedeutung gewinnen. Im Fokus dieses Gesprächs zwischen Hedda Scherres und Olga Reher steht das mexikanische Totenfest (Día de los Muertos), ein kulturelles Fest, das auf diesem Friedhof gefeiert wird.
Bahai-Gräber mit Stern-Symbol
Der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg umfasst ausgewiesene Bereiche für verschiedene religiöse und kulturelle Gruppen, darunter auch die Baha'i-Gemeinschaft. Ein kleines Gräberfeld der Baha'i-Gemeinschaft liegt hinter der Kapelle 13 in Grablage Bo 72. Dieser Bereich ist für die Bestattung von Bahá'í-Anhängern vorgesehen und folgt den spezifischen Bestattungsbräuchen und -praktiken des Bahá'í-Glaubens.
Der berühmte mexikanische Schriftsteller Octavio Paz sagte einst, dass "für einen Pariser, New Yorker oder Londoner der Tod ein Wort ist, dass man vermeidet, weil es die Lippen verbrennt. Der Mexikaner dagegen sucht, streichelt, foppt, feiert ihn, schläft mit ihm; er ist sein Lieblingsspielzeug und seine treueste Geliebte.
Geburtstagsspaziergang Juli 2021
"Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Todten und der Verwesung sein. Freundlich und lieblich soll Alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden [...]." Das sind Worte des ersten Friedhofsverwalters und späteren Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes über den am 1. Juli vor 144 Jahren eröffneten Ohlsdorfer Friedhof.