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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Nr. 130, III, 2015

Verbundene Artikel:


Der tote Körper

Titelseite Nr. 130

Der Umgang mit den Toten ist in diesem Heft Schwerpunktthema. Jahrhunderte lang wurde er in Europa von der christlichen Religion bestimmt, wie Norbert Fischer in seinem historischen Überblick ausführt. Man glaubte wortwörtlich an die leibliche Auferstehung und wollte dafür den besten Platz haben.

Skizzen zur Geschichte des Umgangs mit Toten

Beinhaus

Die Bestattungskultur ist nicht der einzige, aber der wohl vielschichtigste Aspekt des öffentlichen Umgangs mit toten Körpern. Bis weit in die Neuzeit hinein waren Tod und Bestattung eine Domäne der Kirche, die Muster der Trauerkultur wurden vom christlichen Glauben und kirchlichen Liturgien geprägt. Das Christentum hatte die Bestattung der Toten an und in den Kirchen verortet und damit im Zentrum der menschlichen Siedlungen. In Beinhäusern (Karnern) fand eine Zweit-Bestattung nicht verwester Skelett-Teile statt.

"Körperwelten" zwischen Tabu und Faszination: Zum Bedeutungswandel des öffentlichen Umgangs mit Leichen
Plastinierte Hand

Im Folgenden geht es um die sogenannte Plastination, die durch Gunther von Hagens bekannt wurde. Bei diesem technischen Verfahren werden tote Körper zu festen, geruchlosen und dauerhaft haltbaren Präparaten konserviert und in wechselnden, als "Körperwelten" (u.a. "Körperwelten der Tiere", "The Story of the Heart", "Der Zyklus des Lebens") bekannt gewordenen Ausstellungen präsentiert.

fof-ohlsdorf.de Samstag 01.08.2015 - 14:59

Ohlsdorf 2050

Die Zukunftsplanungen für den Ohlsdorfer Friedhof sind in vollem Gange. Nachdem die Aufgaben für das Projekt Ohlsdorf 2050 ausgeschrieben worden sind und das Planungsbüro bgmr Stadtplanung Berlin den Zuschlag für die gartenarchitektonische Planung erhalten hat, fand am 1. Juli ein Expertengespräch mit dem Förderkreis statt. Dabei wurden die Ideen des Förderkreises lebhaft diskutiert.

Ein neuer Erinnerungsstein im Garten der Frauen

Hexenstein

Am 7. Juni 2015 weihte der Verein Garten der Frauen im Beisein der Zweiten Bürgermeisterin von Hamburg, Frau Katharina Fegebank, einen Erinnerungsstein für alle jene Frauen ein, die in Hamburg Opfer der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung wurden. Rund 300 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Veranstaltung teil.

Ein Nachtrag zu der neuen Plastik des Redners

Redner

Schon im letzten Heft wurde berichtet, dass eine neue Gedenkfigur des "Redners" auf dem Ehrenhain der Widerstandskämpfer in Ohlsdorf mit Hilfe einer Spendenaktion aufgestellt werden konnte. Damals war es uns noch nicht möglich, auch ein Bild dieser Figur zu veröffentlichen, da das Erinnerungsmal noch nicht enthüllt war.

"Historische Friedhöfe" – eine Tagung in Kassel

Tagung

Eingeladen vom Bund Heimat und Umwelt, der das Jahr 2015 zum Jahr des historischen Friedhofs ausgerufen hat, und der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal kamen im Juni Denkmalpfleger, Friedhofsverwalterinnen, Gartenarchitekten, Wissenschaftlerinnen und Menschen, die sich für Friedhöfe engagieren, in Kassel zusammen.