Die Münsteraner Volkskundlerin Christine Aka stellt in ihrer Studie über "Unfallkreuze" fest, dass "die Markierung des Unfallortes an sich als Brauch die allgemeine gesellschaftliche Anerkennung schon so gut wie errungen hat".
Der Bildhauer Arthur Bock, vor fünfzig Jahren am 26. Oktober 1957 82-jährig gestorben, hat vierzig Jahre lang in Hamburg gelebt und gewirkt.
Es ist sicher kein Zufall, wenn man beim Bildhauer Arthur Bock in Hamburg direkt an seine bekannten Plastiken und Skulpturen auf dem Ohlsdorfer Friedhof denkt, hinterließ er doch allein dort 58 Werke aus den Jahren 1903 (Grabmal Rodatz-Röder) bis 1947/48 (Grabmal Ahlff), wobei einige Werke bisher nicht genau datiert sind.
Arthur Bocks 1937 errichtetes Denkmal auf dem Mennonitenfriedhof Hamburg-Altona ist point de vue einer beeindruckenden Anlage historischer Grabplatten, die vom ersten, damals längst geschlossenen Gottesacker der Altonaer und Hamburger Mennoniten überführt worden waren.
Das von 1930 bis 1932 nach Entwürfen von Oberbaudirektor Fritz Schumacher errichtete Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof gilt als das persönlichste Werk des Hamburger Architekten und Stadtplaners.
In den Bestattungs- und Friedhofsgesetzen der Länder wird die Aufgabe des Friedhofes definiert, Bestattungsplatz für die Verstorbenen und Trauerort für die Angehörigen zu sein.
Bekannte Harburger Familien und zahlreiche Ehrenbürger haben in den letzten beiden Jahrhunderten ihre letzte Ruhestätte auf dem Alten Friedhof an der Bremer Straße gefunden.
In der Ausgabe 93 von OHLSDORF – Zeitschrift für Trauerkultur, erschienen im Mai 2006, gab es einen Artikel von Dr. Christine Behrens zu dem Thema "Technische Motive an Grabmalen auf Hamburger Friedhöfen".