Die Anderen? Nicht jeder, der dichten kann, wird gleich ein Dichter. Doch Dichten ist eine Beschäftigung, der man sich sehr gut in seinen Mußestunden widmen kann und dabei, entsprechendes Talent vorausgesetzt, auch recht interessante Ergebnisse erzielen kann, wie einige Ohlsdorfer Prominente eindrucksvoll beweisen.
Das von 1930 bis 1932 nach Entwürfen von Oberbaudirektor Fritz Schumacher errichtete Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof gilt als das persönlichste Werk des Hamburger Architekten und Stadtplaners.
Zum ersten Male war es an dem strahlenden Spätsommer-Sonntag, 9. 9. 2007, im Rahmen des "Tages des offenen Denkmals" möglich, fünf jeweils zeittypische Kapellen von insgesamt dreizehn öffentlich zu zeigen, wobei die Feierhalle B mit einbezogen war.
Obwohl auf dem Ohlsdorfer Friedhof als überkonfessioneller Begräbnisstätte nicht nach dem Bekenntnis gefragt wird, wurden die Abschiedsräume von Anfang an Kapellen genannt – eine Bezeichnung, die an sich für einen kleinen sakralen Raum für christliche Feiern gebraucht wird.
Ende des 19. Jahrhunderts, als Linne in der Ausbildung war, trug die Industrialisierung zu einer explosionsartigen Zunahme der Stadtbevölkerung und damit zu Veränderungen in der Stadtstruktur bei.
Feuerbestattung und Krematorien sind die Ausdrucksformen des modernen, technisierten Umgangs mit dem Tod. Sie entsprechen der rationalisierten Gesellschaft des bürgerlichen Industriezeitalters, denn sie haben die Bestattung effizienter gestaltet.
Wenn in Hamburg vom Krematorium die Rede ist, heißt es, genau zu unterscheiden. Und zwar muss man unterscheiden zwischen dem "Alten Krematorium", dem "Neuen Krematorium" und dem ganz neuen Krematorium.