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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Jubiläumsfeierlichkeiten – Ein Rückblick

Eingebettet in die vielfältigen und gut besuchten Veranstaltungen am Tag des Friedhofs in Ohlsdorf feierte der Förderkreis sein zwanzigjähriges Bestehen, nicht allein unter sich als geschlossene Gesellschaft, sondern als Teil der Gesamtheit der hinter dem Verwaltungsgebäude Versammelten.

Nach Schätzungen mögen es über den Tag hinweg mehr als viertausend gewesen sein, die in schlendernder Weise bei schönstem Spätsommerwetter die Veranstaltungen auf sich wirken ließen, sich Informationen einholten und interessiert den Darbietungen folgten und auch auf den Förderkreis aufmerksam wurden. Den eigentlichen Auftakt stellte der Festvortrag "Friedhofskultur ist Lebenskultur" von Helge Adolphsen, Hauptpastor em. an der Kirche St. Michaelis zu Hamburg, dar. In seiner Geburtstagsrede ging er auf die erfolgreiche friedhofskulturelle Arbeit des Förderkreises der vergangenen zwanzig Jahre ein. Er machte dabei deutlich, dass Lebenskultur auch Besinnungs- und Erinnerungskultur beinhaltet und vom Verein in vorbildlicher Weise ehrenamtlich auf dem Friedhof geleistet werde.

Adolphsen und Andresen
Holger Andresen (r.) überreicht Pastor Adolphsen (l.) als Dank einen Nachdruck des ältesten Ohlsdorf-Führers aus dem Jahre 1897. Im Hintergrund Helmut Schoenfeld, der Verfasser des neuesten Führers "Der Ohlsdorfer Friedhof - Ein Handbuch von A - Z".
Foto: Henning Hammond-Norden

Ein wenig später zog im Festzelt Holger Andresen als 1. Vorsitzender des Förderkreises eine kurze Bilanz zwanzigjähriger Kulturarbeit, die anschließend von Wolfgang Purwin, Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe AöR, in einem Grußwort gewürdigt wurde. Es waren nicht nur Vereinsmitglieder, die anwesend waren, auch Publikum kam, insbesondere nach dem offiziellen Teil. Waren doch Lichtbilder und ein Film zu betrachten, am Info-Tisch in Friedhofsliteratur zu blättern oder Gespräche bei einem Gläschen "Ewig Leben" zu führen bis weit über den Schluss der Veranstaltungen hinaus. Natürlich hatte auch das Museum geöffnet. Mit 460 gezählten Besuchern in sechs Stunden war das kleine Gebäude die ganze Zeit immer gut besucht. Last not least: Zwei angekündigte Friedhofsführungen konnten kurzerhand vom Förderkreis übernommen werden.

Rundherum war der Tag des Friedhofs eine gelungene Veranstaltung und diese ein würdiger und hervorragend geeigneter Rahmen für das Feiern des zwanzigjährigen Jubiläums des Förderkreises, eines ehrenamtlich wirkenden Vereins für Kultur und Denkmalpflege. Dafür zu danken ist sowohl der Friedhofsverwaltung für die gute Zusammenarbeit als auch den emsigen, oft kaum in Erscheinung getretenen aktiven Mitgliedern des Vereins. Die Rede von Pastor Adolphsen liegt als Kopie für Interessierte im Museum aus.

Besucher
Besucher vor der Bühne am Tag des Friedhofs 2009, im Hintergrund das Verwaltungsgebäude.
Foto: Henning Hammond-Norden
Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Neuzeitliche Gruftanlagen (November 2009).
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