OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Bäume in der Ohlsdorfer Grabmalkunst: Darstellungen und Symbolik

 - November 2012
Ausgabe: 
Nr. 119, IV, 2012

Im grünen, dicht bepflanzten Parkfriedhof sind Bäume auch anders greifbar – als Kunstmotiv nämlich, welches sich auf Grabmälern aus Bronze, Marmor, Kalk- oder Sandstein finden lässt. Wer genau hinsieht, wird zwischen Engeln und Kreuzen, Trauernden oder Blumen Halbreliefs, Vollplastiken, stilisierte oder nur eingeritzte Darstellungen entdecken können. Bäume als Hauptmotiv, als Teil einer Landschaft oder auch nur als kleine Ausschmückung: Wer sie in Ohlsdorf auf Grabstätten sucht, wird zahllose Beispiele finden, von denen manche bis zu zweihundert Jahre alt sind. Denn der Baum, aufrecht wie der Mensch, ist ein weitverbreitetes Symbol auch außerhalb der christlichen Kunst; sein Jahresablauf verkörpert in seiner immer wieder erneuerten Lebenskraft den beständigen Sieg über den Tod – eine hoffnungsvolle Botschaft auf einem Friedhof.

1. Inszenierung von Bäumen auf Grabmalen

Vor dem Hintergrund dieser Symbolik werden gerne Baum- und Menschenmotive für Grabreliefs gewählt und künstlerisch miteinander verbunden. Auf den repräsentativen Grabanlagen im Cordes-Teil des Friedhofs liefert das frühe 20. Jahrhundert besonders schöne Beispiele hierzu, jeweils in durchaus unterschiedlichen Inszenierungen:

Lippert1
Lippert2
Grabmal Lippert. Foto: Behrens

Auf beiden seitlichen Marmorreliefs der aufwändigen Grabstätte Lippert von 1900 (Grablage U 23 / V 23) begleiten Bäume Szenen aus dem Leben der kinderlosen, jung verstorbenen Marie Anne Lippert. Links sieht man sie in Afrika neben einem Baum in ihrem exotischen Garten und mit angedeutetem Wald im Hintergrund; rechterhand steht sie in Hamburg zwischen zwei großen Buchen (vermutlich in Anlehnung an ihr Gut Hohenbuchen in Poppenbüttel) inmitten vieler Kinder und in der Nähe des Waisenhauses, das sie stiftete.

Wencke
Grabmal Wencke. Foto: Behrens

Zentral und mittig steht eine hohe Tanne beim Grabmal Wencke von 1904, Lage V 26, auf der großen türartigen Bronzereliefplatte von Xaver Arnold. Bewusste Abgrenzung und gleichzeitig Verbindung zwischen den Darstellungen der Geburt Jesu links und der Bescherungsszene von Wohlhabenden an Bedürftige rechts, lädt uns diese Weihnachtstanne zum Geben, Teilen und Lieben ein. Wie beim Grabmal Lippert sind die Menschen hier zeitgenössisch angezogen, in beiden Fällen werden auch die Bäume naturnah wiedergegeben.

Hünlinghof
Grabmal Hünlinghof. Foto: Behrens

Bei den nachfolgenden Beispielen tritt die Symbolik der einzelnen Bäume noch deutlicher zutage. Zu dem monumentalen Grabmalaufbau Hünlinghof aus weißem Marmor von 1908 in S 23, auf welchem sich Vater und Sohn im Paradies wiedersehen, gehören zu den zwei Seitennischen mit Reliefs (Mutter und Kind links, Mann mit Hammer rechts) jeweils eine Bank. Beide Bänke tragen das passende Baumrelief: ein Rosenbusch für die Liebe, und für die Kraft ein Lorbeerbaum, Symbol der Unsterblichkeit, des Sieges und des Friedens.

Froelich
Grabmal Froelich. Foto: Behrens

Bei der Grabstätte Froelich von 1909 in AE 35 wird das reizvolle, breite Bronzerelief eines Mädchens und einer Frau mit Stundenglas, beide vor einander kniend, von zwei Bäumen eingerahmt: Links steht eine Eiche, rechts ein Rosenbusch, jeweils als Sinnbild der Unsterblichkeit und der Liebe.

Keitel
Grabmal Keitel. Foto: Behrens

Ebensolche Einrahmung zeigen auch zwei der liegenden Bronzeplatten der Grabstätte Keitel von 1906 (O 24). Auf der linken oberen sind es zwei Kiefern, welche einer vor zwei Soldatenkreuzen Betenden zur Seite stehen – die Pinie ist ein altes Symbol der Fruchtbarkeit, der Auferstehung und der Unsterblichkeit. Um die entzückende Szene der rechten Bronzeplatte ranken sich wiederum zwei Rosenbäume, zwischen denen eine Frau einem nackten Jungen das Laufen beibringt. Es ist übrigens kein Zufall, wenn fast alle angesprochenen Grabstätten im grünen Waldgürtel der wohl deshalb so benannten Waldstraße liegen.

Cusel
Grabmal Cusel. Foto: Behrens

Aber auch andere Bäume werden abgebildet, wie etwa auf dem Marmorrelief der Grabstätte Cusel von 1912 in Y 3, 8-10: Da steht etwa ein Trauerbaum (Weide?) hinter einer Trauernden, die sich vor einer Mauer auf einer Stele stützt. Ohne Mensch, dafür mit einem singenden Vogel bestückt umrahmt sehr plastisch eine Trauerweide (oder doch eine Birke?) die Jugendstilinschrift der kleinen Bronzeplakette beim Grabmal Höltzer von 1906 in AD 34.

Höltzer
Grabmal Höltzer. Foto: Behrens

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Grabmalreform werden diese inszenierten Baumreliefs im direkten Zusammenhang mit Menschen seltener. Dennoch können wir nach 1920 einzelne schöne Beispiele aus den 1920er bzw. 1930er Jahren nennen:

Zwischen zwei seitlichen Reliefs mit Mann und Frau steht eine kleine Eiche oberhalb des halbrunden Abschlusses der aus Muschelkalk gefertigten Breitstele Glimann/Schellack von 1924, Lage Y 4, 162-5.

Jahns
Grabmal Jahns. Foto: Behrens

Die rechteckige Stele Jahns von 1928 in Bi 52, 245-6 zeigt ein nach links schreitendes, nacktes Paar mit zwei kleinen Kindern zwischen Lorbeerbäumchen.

Popp
Grabmal Popp. Foto: Behrens

Bei der hohen Marmorstele Popp von 1938 in Q 7, 114-19 steht streng und statuarisch ebenfalls ein Paar neben einer mächtigen Eiche mit zwei Vögeln, dahinter eine Landschaft mit untergehender Sonne.

Unweit davon, auf einer weiteren hohen Stele aus Kalkstein von 1938 bietet das Grabmal Touchy in Q 8, 388-90 noch einmal ein Paar, diesmal jedoch auf einem sehr flach erarbeiteten Relief: Die alt gewordenen Philemon und Baucis stehen sich unter der weitverzweigten Eiche und Linde gegenüber, in welche sie laut Ovids Metarmorphosen nach ihrem gleichzeitigen Tod verwandelt werden, damit sie sich ihrem Wunsch gemäß nie trennen müssen – als Dank der Götter für ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

In unmittelbarer Nähe der Christus-Statue am Haupteingang steht in Q 7, 67-70 auch das Grabmal Menke von 1930: Hier sitzt neben einer Trauerweide nachdenklich ein müder, nackter Wanderer mit seinem Stock.

Ohne Menschenabbildung kommt ein anderes Ohlsdorfer Motiv mehrfach vor: die Darstellung einer Landschaft im oberen Drittel einer Stele. Die meisten Landschaften dieser Art und dieser Zeit zeigen gerne die Lüneburger Heide mit Wacholdern, manchmal Kiefern, Steinen, Hügeln und oft untergehender Sonne und/oder einem Weg. Entweder hatte die Familie eine reelle Verbindung zu der Gegend oder aber es wurde das typisch germanische Motiv bewusst gewählt. Ein gutes Beispiel steht direkt links des Museums auf der Musealanlage der Linne-Zeit – es ist das Grabmal Kruse von 1939 aus weißem Marmor. Weitere Exemplare dieser Art stehen in beiden Teilen des Friedhofs; es sind u.a. die drei Grabmale Schmeißer (P 12, 256-7), Schiele und Brandes (beide Bs 64) von 1937; Nispel mit hohen Bäumen (1938, AF 27, 1-2), Meister (1941, AA 26, 6-8), Lüdemann (1955, Bt 64, 275-6) oder Schellin von 1963 in T 14, 37-8.

Schiele
Grabmal Schiele. Foto: Behrens

In ähnlichem Zusammenhang wären noch die seltenen, späteren Landschaften mit Palmbäumen zu erwähnen, die vielleicht mit Reiseerinnerungen zu verbinden sind, wie bei den Grabmalen Eckert von 1956 in AE 19 oder Wigger (1987, O 16, 151-52). Mit seinem Relief aus Sandstein und drei Palmen als Lebensbäumen, davor ein Brunnen, stellt dagegen das Grabmal Meyer von 1946 in R 27, 265-7 eher eine Oase mitten in der Wüste dar. Die beiden kleinen Palmen auf dem Grabmal Schlickum von 1958 in AA 28 sind mehr als eine Art Wappen zu verstehen. Die für Hamburg exotische Palme erscheint übrigens schon auf den Wappen des alten Grabmals aus Sandstein von Graffen von 1820 im Heckengarten-Museum, wo sich im übrigen auch eine kleine Buche auf dem Wappenrelief mit Helmzier Olurlof (1850) finden lässt.

Meyer
Grabmal Meyer. Foto: Behrens

Allerdings werden Bäume auf Grabmalen nach 1920 immer mehr reduziert, sind meistens lediglich durch Symbol, Zweig oder Kranz erkennbar oder einfach mit Blatt und Frucht angedeutet. So nimmt in R 33 eine expressionistische Trauerweide oben auf der Grabstele Wagnitz von 1926 mit einigen Sternen fast den ganzen Raum ein, während bei der Grabstele Müller von 1925 gleich daneben zwei gebrochene Zweige des Baumes eine eindrucksvolle, minimale Lösung wiedergeben. Und die neun Blätter im Herzform auf den Wappen vom 1926 verstorbenen Eduard Lorenz Lorenz-Meyer (Y 12, 64-65) erinnern kaum noch an eine Pappel.

Wagnitz
Grabmal Wagnitz. Foto: Behrens

Weit vor Trauerweide und Lorbeer – von den Wacholdern, Fichten, Tannen, Kastanien, Buchen, Pappeln, Olivenbäumen oder Palmen ganz zu schweigen – zählt jedoch die Eiche zu den am häufigsten dargestellten Bäumen: Weil diese in Ohlsdorf überall präsent sind, lohnt es sich sie unter die Lupe zu nehmen.

2. Die Deutsche Eiche

Ihr Holz galt in der Antike und im Mittelalter als unverweslich – daher ist die Eiche zunächst ein Symbol der Unsterblichkeit und das Sinnbild von Kraft und ewigem Leben. Besonders bei den Germanen war sie ein heiliger, hochverehrter Baum. Im 19. Jahrhundert wird sie dazu in Verbindung mit den Begriffen von Vaterland, Freiheit, Blut, auch von Frieden gebracht – das alles passt gut zur Reichsgründung und dem wilhelminischen Nationalismus. Auch diese Bedeutung der Eiche als nationales Zeichen hat in Ohlsdorf zahlreiche Spuren hinterlassen.

Koch
Grabmal Koch. Foto: Behrens

Die älteste Eichendarstellung auf dem Friedhof ist im Heckengarten-Museum zu sehen. Es ist die Sandstein-Stele Brust von 1815 mit minutiös genauer Wiedergabe der Eichenrinde eines vollplastischen, schrägen, oben abgesägten Baumstamms: Dieser beweist hier besonders die Macht des Todes, der in der Lage ist, selbst die widerstandsfähigste Eiche zum Absterben zu bringen.

Jansen
Grabmal Jansen. Foto: Behrens

Alle späteren Grabmale mit Baumstumpfmotiven zeigen dagegen neu sprießendes Laub, Zeichen für ein neues Leben, das selbst aus einem gekappten Stamm erwachsen kann. Bei dem Grabmal Koch von 1893 in M 12, 99-101 – ein Unikat aus drei umeinandergewundenen Eichenstämmen – dienen die großen stilisierten Eichenblätter als Kissen für eine Art Astkreuz, wiederum aus zwei gewundenen Ästen geformt. Eindrucksvoll und besonders gelungen ist der mit Efeu umrankte Baumstumpf Jansen von 1906 in Z 15 an der Waldstrasse quer gegenüber des Nordteichs. Karger und trauriger sieht im Vergleich dazu der gespaltene und abgebrochene Baumstamm Kerber (Lage AB 29, 93-99) von 1907 aus, auch wenn er einzelne Eichenblätter der Hoffnung zeigt.

Hardt
Grabmal Hardt. Foto: Behrens

Ähnlich, dabei jedoch weit häufiger zu finden, sind die sogenannten Grottengrabmale, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis 1920 populär und typisiert wurden. Die meisten felsartigen "Grotten" tragen ein Astkreuz mit abgesägten oder splitternd abgebrochenen Ästen sowie oft unterschiedlichen Verzierungen – alles aus Sandstein. Ein schönes Exemplar steht vor dem Museum auf der rechten Seite, es ist das Grottengrabmal Steffen von 1904, umrankt von Lorbeer und Eichenlaub, das Kreuz mit Blumen geschmückt. Ein älteres, viel schlichteres heißt Hardt, ist von 1886 und liegt in V 19 östlich der Kapelle 2. Ein letztes, interessantes Beispiel unter vielen anderen ist das kleine Grottengrabmal Krohmann von 1892 in X 4, 232-4: Die Ansichtsseite besteht aus einer Astrahmung mit Eichenlaub um eine schwarze Glasplatte, das Astkreuz darauf zeigt einen Palmwedel, der von einer Hand gehalten wird.

St. Michaelis
Michaelis-Gemeinschaftsgrabmal. Foto: Behrens

Bei dem Michaelis-Gemeinschaftsgrab aus Sandstein (ehemals Döhner) von 1903 in S 7 klettert eine geschlungene plastische Ranke aus Eichenlaub und Eicheln entlang des großen Kreuzes. Noch imposanter ist auf dem Felsen des Jägers Nitzsche von 1910 (AF 16) die zwei Meter hohe bronzene Eiche, in deren Ästen Hut, Gewehr und Tasche hängen – leider ohne den längst verschwundenen Hund am Fuß des Baumes.

Wie oben erwähnt haben die Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg auch durch die Grabmalreform den Stil der Darstellungen wesentlich vereinfacht, zuerst im Zeitgeschmack des Expressionismus, mit weniger naturgetreuer Nachbildung und dafür verstärkter Stilisierung und Minimalisierung. Das kleine Eichenrelief auf der Breitstele Glimann/Schellack spricht beispielhaft für den Expressionismus der 1920er Jahre.

Ab den 1930er Jahren vermehren sich in einer erstaunlichen Variationsskala Reliefs, Friese und Schmuck auf Stelen oder Pfeilern, unabhängig vom Namen oder Motiv (siehe dazu die Girlande von Blättern und Eicheln bei Eichelbaum sowie Blätter und Eicheln neben einem Eichhörnchen bei Markert, beide von 1939 in O 27; und selbstverständlich stellt ein Zimmermann im selben Jahr eine symbolische Eiche mit seinem Werkzeug zusammen dar, wie beim Grabmal Reinhard (Lage U 13, 205-6).

Reinhard
Grabmal Reinhard. Foto: Behrens

Auch aus dieser Zeit sind ganze Eichenbäume als Halbreliefs zu finden, wie es die sechs folgenden Beispiele mit ihren charakteristischen Merkmalen belegen:

Das Grabmal Muskat von 1937 in Bl 53, 522-3, versteckt ihre Eiche mit riesigen Blättern, Eicheln und abgesägten Ästen heute unter einer (echten!) kleinen Weide.

Ebenso unproportioniert wirkt die Eiche auf dem Pfeiler Burczak aus Marmor, von 1938 in O 27, 224; unter ihrem Laub sind außerdem links und rechts zwei kleine Lebensbäume zu sehen.

Bei der Stele Rüter aus dem selben Jahr in Bq 66, 498 wird das Motiv extrem reduziert auf nur fünf Blätter und eine Eichel.

Geradezu rührend wirkt die winzige, geknickte Eiche auf der kleinen Kalksteinstele Henning in Bg 59, 2806 ebenfalls von 1938.

Henning
Grabmal Henning. Foto: Behrens

Umso stabiler wirkt dagegen die fest verankerte Eiche Szpitter (AE 31, 184-6) mit ihrer breiten Krone und ihrem starken Wurzelwerk – sie stammt von 1942.

Schließlich beeindruckt die heute liegende Stele Petersen in Bl 59, 294-7 von 1944: Gut lesbar links und rechts unter der uralten Eiche mit breiter Krone und soliden Wurzeln stehen A und O, die beiden griechischen Buchstaben Alpha und Omega, die einen festen christlichen Glauben voraussetzen. Die arme Frau verlor im gleichen Jahr ihren Mann und nacheinander beide Söhne, einer davon vermisst...

3. Und heute?

Das Motiv "Baum" scheint auf dem Ohlsdorfer Friedhof nach wie vor gefragt zu sein, wie man unterwegs immer wieder feststellen kann. Hier einige Beispiele:

Ein Baumrelief hängt über die bronzenen Tafeln des Grabmals Wendt von 1981 in O 8, hinter der Christus-Statue.

Ein stilisierter Baum fast ohne Stamm, dafür mit großer Krone voller Blätter schmückt das Grab Deutsch von 1987 (AF 11, 541).

Kaetelhodt
Grabmal Kaetelhodt. Foto: Behrens

Beim Grabmal Henze von 1990 in AB 11, 74-5 wird ein schlichter Umriss mit voller Krone vertieft angedeutet.

Unbestimmt bleibt der links angelehnte Baum des großen Grabmals Ziege (2009, AF 18), dagegen gut erkennbar umrahmt eine Eiche das Grabmal Kaetelhodt (1999, W 12, 115-6).

Ebenfalls in W 12 hat sich die Familie Nissen ein im Stein negativ erarbeitetes Baumsymbol für ihr späteres Grab ausgesucht.

Ein kräftiger, ausgeglichener Baum schmckt das Grab Turlach von 2004 (AC 12, 144-45), dagegen ganz anders sieht sein Pendant auf dem Grab Funk (2005, AF 12) aus.

Jung
Grabmal Jung. Foto: Behrens

Erwähnenswert ist zum Schluss noch das ganz besondere und einfallreiche Grab Jung von 2004 (AD 41, 345-6): In der Mitte des halbrunden roten Grabsteins wuchs aus einer Nische ein Baum aus Metall mit goldenen Blättern über das Grab empor. Heute fehlt leider dieser Baum und damit die Verbindung zum Himmel - ein bedauerliches Beispiel für die nicht selten vorkommenden Metalldiebstähle auf dem Friedhofsgelände...

Literatur:
-Barbara Leisner, Heiko Schulze, Ellen Thormann: Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf, Geschichte und Grabmäler, Christians, Hamburg, 1990
-Gerd Heinz-Mohr: Lexikon der Symbole, Diederichs, München, 1998
-Jutta Seibert: Lexikon christlicher Kunst, Herder, Freiburg im Breisgau, 2002
-Helmut Schoenfeld: Bäume in Ohlsdorf, Edition Temmen, Bremen 2012

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