Wie entstand aus einer mutigen Idee ein europaweit einzigartiger Erinnerungsort? Der Beitrag von Rita Bake erzählt die bewegende Geschichte des "Garten der Frauen" und zeigt, warum dieser Ort seit 25 Jahren bedeutende Frauen sichtbar macht und ihre Lebensgeschichten für kommende Generationen bewahrt.
1897 erschien der erste gedruckte Führer über den Friedhof Ohlsdorf, verfasst vom Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes anlässlich der Allgemeinen Gartenbau-Ausstellung zu Hamburg. Der Herausgeber war die Friedhofsdeputation (die Friedhofsbehörde in Hamburg). Für heutige Verhältnisse war er noch ein kleines Büchlein, das sich aber immer noch zu lesen lohnt, denn es erschließt dem Leser die Grundzüge der Gestaltungsideen eines Mannes, dessen Wirken tief in der Kunstauffassung des Historismus und in romantischen Naturvorstellungen verankert war.
Am Sonntag, dem 4. Juli 2004, feierte der Verein „Garten der Frauen e.V.” im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof sein dreijähriges Bestehen mit einem abwechslungsreichen Festprogramm.
Vor einem guten Jahr fragte mich eine Freundin, ob ich je von der Prinzessin von Sansibar und ihrer ungewöhnlichen "Love Story" gehört hätte und ob sie vielleicht auf dem Ohlsdorfer Friedhof liege...