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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Petra Schmolinske

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Reitendiener und Himmelwagen – Leichenbegängnisse im alten Hamburg

5 Bruderschafts-Leiche, nach einer Lithographie von C. Suhr

Wer im alten Hamburg etwas auf sich hielt, legte Wert darauf, die eigene Bedeutung bei geeigneten Gelegenheiten zu zeigen, so auch bei Beerdigungen. Diese gehörten zu den Ereignissen, die das tägliche Einerlei unterbrachen und daher auf großes Interesse stießen – Sensationslust ist bekanntlich keine neue Erscheinung.

Zur Corona-Lage im Förderkreis

Nach dem anfänglichen kompletten Corona-Lockdown werden allmählich die Arbeiten wieder aufgenommen. Bevorzugt sind natürlich Tätigkeiten, die im Freien stattfinden können. Erste Führungen von angemeldeten kleinen Gruppen haben bereits stattgefunden.

Die Grabstätte des Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes und seiner Familie

Das zentrale Grabmal auf der Cordes-Grabsstätte

Unweit der Kapelle 8 befindet sich die Grabstätte des Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes. Sie liegt recht versteckt inmitten von Rhododendronbüschen auf derselben kleinen Anhöhe wie das Riedemann-Mausoleum. Der schmale Weg, der zur Grabstätte hinaufführt, ist leicht zu übersehen, doch seit einer Reihe von Jahren finden Besucher, die den Stillen Weg in Richtung Nordteich entlang spazieren, einen der schönen Wegweiser im Cordes-Stil, der in Richtung der Grabstätte zeigt.

Der Förderkreis in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Krise macht auch vor dem Förderkreis nicht halt. Das Museum ist geschlossen, Vorträge und Führungen sind bis auf Weiteres abgesagt. Wie lange dieses "bis auf Weiteres" sein wird, weiß im Augenblick (Mitte April 2020) natürlich niemand. Die aktuelle Abstandsregelung, also mindestens 1,50 m, ist sowohl im Museum als auch bei Veranstaltungen kaum umzusetzen.

100 Jahre Denkmal für den Ohlsdorfer Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes

Das Cordes-Denkmal in Ohlsdorf. Foto P. Schmolinske

Vor fast genau 100 Jahren wurde am 11. März 1920 im Ohlsdorfer Rosarium das Denkmal für Wilhelm Cordes, den verstorbenen Direktor des Friedhofs eingeweiht. Wilhelm Cordes war am 31. August 1917 im Alter von 77 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Kunst in Hamburg

Titelseite Nr. 147

Wenn der Name Ohlsdorf mit dem Wort Kunst in Verbindung gebracht wird, denkt man zunächst wohl automatisch an Grabmalkunst. Doch das ist nur eine mögliche Verbindung, denn zu Ohlsdorf gehören nicht nur die schönen Grabmäler, sondern auch die vielen hier bestatteten Personen mit ihren Lebensgeschichten und -leistungen. Die wiederum sind verknüpft mit wichtigen Ereignissen der Stadtgeschichte, in diesem Fall mit dem 150. Geburtstag der Hamburger Kunsthalle und dem 100. Jahrestag der Gründung der Hamburgischen Sezession

Wie Hamburg seine Kunsthalle bekam

Der Altbau der Kunsthalle von Westen. Foto: Archiv P. Schmolinske

Ende August 2019 feierte die Hamburger Kunsthalle ihr 150jähriges Bestehen. Tatsächlich ein Grund zum Feiern, denn in diesen 150 Jahren hat sich das Museum aus kleinen Anfängen zu einer recht bedeutenden Einrichtung entwickelt, die Vergleiche mit anderen Museen nicht zu scheuen braucht.
Tatsächlich begann die Geschichte der Kunsthalle sogar schon mehr als 50 Jahre früher. Im Herbst 1806 gründeten Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft einen "Verein zur Beförderung des Kunstgeschmacks in Hamburg".

Die Hamburgische Sezession

Ein zweiter Anlass zur Erinnerung ist die Gründung der Hamburgischen Sezession im Sommer 1919. Die Bezeichnung Sezession ist im Grunde allerdings unzutreffend, denn die eigentliche Bedeutung des Wortes ist 'Abspaltung'. Nur herrschte in Hamburg zu der Zeit im Bereich der bildenden Kunst eher ein Vakuum. Das Hamburger Publikum war überwiegend konservativ eingestellt, wie auch schon Alfred Lichtwark immer wieder erfahren hatte, aber selbst er war über den Impressionismus nicht hinausgekommen.

Ohlsdorf und die Künstlerinnen und Künstler der Sezession

Grabmal Zennig/Deussen. Foto: P. Schmolinske

Unter den Mitgliedern der Hamburgischen Sezession waren die Bildhauer eine Minderheit. Während sich bei den Malern zum Teil enge Kontakte und intensiver Austausch entwickelten, was tatsächlich den Malstil beeinflusste, lässt sich Vergleichbares bei den Bildhauern kaum erkennen. Neun Bildhauer der Sezession sind mit Arbeiten in Ohlsdorf vertreten.

Neue Info-Tafeln auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Seit Kurzem leuchtet es an einigen Stellen auf dem Friedhof in knalligen Farben – große Buchstaben in Orange und Tafeln, deren Farbton allerdings etwas mehr ins Rot geht. Eine Erklärung dazu findet man im Internet auf der Homepage des Friedhofs. Dort ist nachzulesen, dass es insgesamt 17 "Informationselemente" geben wird.