OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Memorials auf Friedhöfen

 - Oktober 2010
Ausgabe: 
Nr. 111, IV, 2010

Das englische Wort memorial bedeutet auf Deutsch Gedenkstätte.

Im aktuellen Kontext sind damit Orte gemeint, die einen starken Bezug zu einer historischen Person oder einem solchen Ereignis besitzen. Diese Plätze können gärtnerisch gestaltet und mit einem Erinnerungsmal versehen sein, sie können in freier Landschaft, in Stadt und Dorf und auch auf Friedhöfen liegen. In ihrer Zeichenhaftigkeit wird also eine bestimmte historische Gegebenheit repräsentiert, um sie im Gedächtnis der nachfolgenden Generationen zu verankern und damit den Ort "zum Sprechen" zu bringen.

Titelseite Nr. 111
Titelseite Nr. 111
Das Denkmal für die Hanseatischen Kampfgenossen von 1813/14 auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
Foto: P. Schulze

Doch häufig geraten diese Male, so wie die Denkmale aus der Franzosenzeit in Hamburg, selbst in Vergessenheit. Ihr Anlass scheint für die Gegenwart kaum noch von Bedeutung zu sein. Den Hamburger Erinnerungsmalen widmet sich die neue Ausstellung im Friedhofsmuseum. Sie sind auch der Auslöser, sich in diesem Heft auf unterschiedliche Weise den memorials auf Friedhöfen anzunähern. Dabei zeigt sich, dass es noch viele Gedenkorte in Hamburg gibt, deren Intentionen historisch zu erforschen sind, um sie im heutigen Kontext zu verstehen und verständlich zu machen.

Heft-Rubrik: 

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