OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Trauer und Musik

 - August 2003
Ausgabe: 
Nr. 82, III, 2003

"Trauer und Musik" - ein Thema, das recht speziell klingt (nachdem sich die vergangene Ausgabe mit der öffentlich vieldiskutierten Aufhebung des Friedhofszwanges für Urnenbeisetzungen beschäftigte).

Aber auch auf eher unspektakulären Ebenen ist einiges im Wandel innerhalb der Bestattungskultur. Jahrzehntelang schien sich die musikalische Begleitung von Trauerfeiern auf fest eingefahrenen Gleisen zu bewegen, schien der Kanon an Trauermusik auf ewig festgelegt.

Titelseite
Titelseite Nr. 82 (Foto: Behrens)

Vor allem seit den 1990er-Jahren hat sich hier jedoch eine gewisse Dynamik entfaltet. Einflüsse der zeitgenössischen Popularmusik machen sich bemerkbar und stehen neben Händels "Largo" als klassischem Hit der Trauermusik. Dass die Musik selbst zusammengestellt, ja gespielt wird, ist keine Seltenheit mehr. Im übrigen ist vielleicht nicht überall bekannt, dass die Trauermusik mit ihren Verzweigungen ein eigenes Genre ist, dem sich bedeutende Komponisten gewidmet haben. Dieses Genre steht im Mittelpunkt der beiden einleitenden Beiträge von Klaus Fiedler und Asmus Tietchens - und darüber hinaus gibt es Kulturgeschichtliches über die diversen Verbindungen von Musik, Trauer und Friedhof.

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