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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Ein Totengräberhaus als Friedhofsmuseum

Das ehemalige Totengräberhaus des evangelischen Friedhofs in Nürnberg-Wöhrd entstand im 17. Jahrhundert und wurde vor einiger Zeit als Baudenkmal aufwändig instandgesetzt. Seit dem letzten November ist dort eine Dauerausstellung zu sehen, in der am authentischen Ort, also in den früheren Wohnräumen des jeweiligen Totengräbers, die Geschichte von des Ortes mit Schwerpunkt auf dem Friedhof vorgestellt wird.

Unter anderem laden Audiostationen und besondere Objekte aus dem Alltag des Totengräbers dazu ein, sich mit der Vergänglichkeit auseinander zu setzen.
Der historische Teil des - 1562 und 1642 nach Süden, 1882 nach Norden erweiterten - Friedhofs weist die für einige Nürnberger Friedhöfe typischen liegenden, genormten Grabsteine auf. 1632/34 wurden dort viele Pestopfer aus dem schwedischen Regiment von Hastver beerdigt. Das Totengräberhaus selbst wurde 1662 in der Mitte des Friedhofs errichtet.
Angeregt wurde die Dauerausstellung von der Gemeinde St. Bartholomäus in Wöhrd, der der Friedhof gehört. Die Umsetzung wurde durch private Vereine gefördert und vom Stadtarchiv Nürnberg inhaltlich erarbeitet. Laut der Website des Nürnberger Stadtarchivs soll im zweiten Quartal 2024 eine Online-Präsentation der Ausstellungsinhalte erfolgen (https://www.nuernberg.de/internet/stadtarchiv/totengraeberhaus_woehrd.h…)

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Arthur Bock - in memoriam Heiko Schulze (Juni 2024).
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