Die schleswig-holsteinische Ostseeküste ist von hohem landschaftlichem Reiz.
Abwechslungsreich ist sie von tiefen Einschnitten, den Förden, ebenso geprägt wie von langen Sandstränden und hohen, nicht selten bewaldeten Steilufern. An letzteren wurden zwei Bestattungswälder eröffnet: bei Eckernförde und an der Hohwachter Bucht.
Andachtsplatz an der Hohwachter Bucht
Im Jahr 2018 legte der Gutsbesitzer Sebastian Graf von Platen (Gut Friederikenhof) auf seinem Gelände an der Hohwachter Bucht den Bestattungswald "Freden op’n Kliff" an. Er liegt jeweils zehn Kilometer von Oldenburg und Lütjenburg entfernt auf dem Gebiet der Gemeinde Wangels im Kreis Ostholstein. Hünengräber zeugen davon, dass die Anlage schon in früheren Zeiten als Bestattungsort genutzt wurde. Sie schließt nördlicherweits an einem Steilufer ab und ermöglicht einen Blick über die Hohwachter Bucht. Graf von PlatenBlick auf die Hohwachter Bucht Bereich der Wurzelkinder
An den Bäumen gibt es Einzel-, Familien-, Freundschafts- und Gemeinschaftsgrabstätten. Die einzelnen Baumkategorien umfassen unterschiedliche Ruhezeiten – von der gesetzlich vorgeschriebenen Frist bis zu 99 Jahren. Entsprechend gestaffelt sind die Preise. Ein Schild am Baum vermerkt die Namen der Verstorbenen. Für Trauerfeiern und Andachten steht ein zentraler Gedenkplatz zur Verfügung. Die Anlage umfasst auch eine von Birken und Holunderbüschen bewachsene Fläche für kurz vor, während und nach der Geburt frühverstorbene Kinder, die hier als "Wurzelkinder" bezeichnet werden, anderenorts auch als "Sternenkinder" bekannt sind. Namen und Lebensdaten
"Küstenfrieden" heißt ein weiterer Bestattungswald an der Ostsee, der 2009 von Geschäftsführer Julius von Bethmann-Hollweg (Gut Altenhof) angelegt wurde. Er liegt am sogenannten Kiekut am südlichen Steilufer der Eckernförder Bucht und beherbergt unterschiedliche Baumarten, wie Eichen, Buchen, Eschen und Ahorne. Auch hier gibt es Bäume für Einzel-, Familien- und Gruppengrabstätten. Auf Wunsch können an den Bäumen Namen und Lebensdaten angebracht werden. Der mit einem Hochkreuz versehene Andachtsplatz bietet einen Blick über das Wasser Richtung Eckernförde. Vor der Geburt verstorbene Kinder können am "Sternchenbaum" beigesetzt werden, ältere Kinder am "Sterntalerbaum". Bethmann-Hollweg hatte 2007 auch einen Bestattungswald am Schweriner See in Mecklenburg eröffnet. Grabschmuck am Baum
Bestattungswälder zählen aktuell zu den wichtigsten Trends bei Naturbestattungen außerhalb der Friedhöfe. In Deutschland werden die meisten dieser Anlagen von zwei privatwirtschaftlichen Unternehmen betrieben. Aber – wie die beiden oben beschriebenen Beispiele zeigen – gibt es auch Anlagen, die von einzelnen Betreibern angelegt wurden.
Im Frühjahrssturm 2022 beschädigte ein umgestürzter Baum das historische Grabmal Patow.
Die Frage stand im Raum, ob es besser wiederhergestellt werden oder als Denkmal der Vergänglichkeit in seinem ruinösen Zustand bleiben sollte? Das zerstörte Grabmal Patow
Dazu hat der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof zusammen mit dem Hamburger Abendblatt eine Abstimmung gestartet. Näheres dazu und auch zu den Verdiensten von Otto Wilhelm David Patow (1847 - 1932) um die Hamburger Kultur lesen Sie hier. An der Abstimmung haben sich 114 Menschen beteiligt, von denen 86 Prozent für die Wiederherstellung votierten.
Für eine denkmalgerechte Sanierung sind rd. 8600 Euro veranschlagt. Liebe Freundinnen und Förderer des Ohlsdorfer Friedhofs
HELFEN SIE MIT!
Spenden Sie für die Wiederherstellung des imposanten Grabmals Patow an den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof unter:
IBAN: DE23 2005 0550 1031 2460 00 Verwendungszweck Patow-Grab
oder an das
PAYPAL-Konto: [email protected]