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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Zur Geschichte des Evangelischen Friedhofes Bad Oldesloe

Der im späten 19. Jahrhundert angelegte, heute 16,7 Hektar große evangelische Friedhof Bad Oldesloe ergänzte zunächst den Alten Friedhof und löste ihn schließlich ab.

Nach dem 1878 beschlossenen Ankauf des Geländes an der Hamburger Straße westlich der Stadt fand die Einweihung am 13.11.1881 unter Leitung von Pastor Georg Baetz statt. Die gestalterische Planung oblag dem Hamburger Gartenarchitekten Friedrich Joachim Christian Jürgens.

Landschaftsszene auf dem Oldesloer Friedhof

Der Friedhof weist in seinem ältesten Teil mit den geschwungenen Wegen und den Geländemodellierungen, wie Wasserflächen und kleinen Anhöhen, den Einfluss des englischen Landschaftsparks auf. Die erste Erweiterung 1921 nach Plänen des Lübecker Gartenarchitekten Harry Maasz erfolgte unter dem Leitbild des Allee- und Quartierfriedhofs. Das Granit-Hochkreuz auf diesem Teil geht auf eine Spende des Bad Oldesloer Ehrenbürgers Ernst Kruetgen zurück. Für weitere Überplanungen zeichnete zunächst der Kieler Friedhofsinspektor Emil Feldmann verantwortlich, bei der Erweiterung in den 1970er-Jahren der Gartenarchitekt Günter Wolber. Der 1961 geweihte, separat stehende dreigeschossige Glockenturm mit offener Holzkonstruktion sowie die 1978 errichtete, von Architekt Ulrich Sobanski entworfene Auferstehungskapelle ersetzten die baufällige alte Friedhofskapelle.

Weitere Informationen im Stormarn Online-Lexikon unter: www.stormarnlexikon.de/friedhofbadoldesloe/

Foto: Norbert Fischer

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Begräbnisplätze in Schleswig-Holstein (November 2020).
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