Die beiden Autoren stellen auf anschauliche Weise die Entwicklung der Feuerbestattung dar, dabei liegt der Schwerpunkt auf den letzten Jahrzehnten. Im ersten Kapitel werden Anfänge und Geschichte der Feuerbestattung dargestellt. Das zweite Kapitel ist angelegt als "fotografischer Streifzug" und dokumentiert die Entwicklung der Krematoriumsarchitektur.
Thanatoligie
Nach dem bereits in zweiter Auflage erschienenen "Handbuch Sterben und Tod. Geschichte - Theorie - Ethik" (Berlin 2020, siehe auch "Zeitschrift für Trauerkultur" Nr. 156) bietet nun der hier anzuzeigende großformatige Band einen etwas anders gearteten Überblick zum genannten Themenkomplex. Unter dem perspektivweisenden Stichwort der "Thanatologie" möchte er Wissenschaft und Praxis unter einem publizistischen Dach versammeln.
Der Alte Niendorfer Friedhof
Den Alten Friedhof in Niendorf braucht man in dieser Zeitschrift und im Ohlsdorfer Förderkreis nicht mehr vorzustellen: Ihm war die letzte Ausgabe gewidmet und Manfred Meyer, der beste Kenner dieses Friedhofes, hat im letzten Dezember im Verein einem Vortrag gehalten.
Der Band bietet zunächst einen systematischen Forschungsüberblick und analysiert den aktuellen Wandel der Bestattungskultur mit ihren zahlreichen Varianten. Dieser wird eingeordnet in einen historischen Überblick mit den wichtigsten Stationen und Zäsuren neuzeitlicher Friedhofs- und Bestattungskultur.
Der Hamburger Literaturwissenschaftler und Fotograf Uwe Schreiber widmet sich seit vielen Jahren in seiner Tätigkeit dem Ohlsdorfer Friedhof. In zwei neuen Bänden präsentiert er eine weitere Auswahl seiner sehr persönlichen Perspektiven auf Grabfiguren.
Ausnahmsweise wird hier ein Roman vorgestellt, weil er sich facettenreich mit dem Thema Tod und Bestattung, Trauer und Erinnerung auseinandersetzt – biografisch wie historisch. Nicht zuletzt hängt das Werk eng mit dem letzten Schwerpunktthema der „Zeitschrift für Trauerkultur“ zusammen: dem Freitod.
Die Grasbeißerbande – Das Sterben wieder ins Leben holen
Das Buch ist nicht neu, gewinnt aber durch 2020 laufende Ausstellungen zum gleichen Thema in Wiesbaden und Leipzig an Aktualität. Der Titel des Buches bezieht sich auf eine Frage des achtjährigen Max: "Warum soll ich mir die Zähne putzen, wenn ich sowieso ins Gras beiße?" Zwei Jahre lang sammelten die beiden Herausgeber Fragen von lebensverkürzt erkrankten Kindern. Sie sprachen mit den Kindern, Geschwistern, Eltern und mit Mitarbeitern und Ärzten aus Pflege und Betreuung.
Der Hamburger Literaturwissenschaftler und Fotograf Uwe Schreiber hat im Eigenverlag eine Auswahl aus seiner Sammlung von Fotografien vom Ohlsdorfer Friedhof herausgegeben. Es sind originell bearbeitete Aufnahmen von figürlichen Grabmälern, die hier im wahren Sinn des Wortes in "neuem Licht" inszeniert werden.