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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Europäische Friedhofsvereinigung ASCE feiert ihren zehnten Jahrestag

Mit großer Torte und kleinem Feuerwerk feierte die ASCE (Association of Significant Cemeteries in Europe) in Wien ihren zehnten Geburtstag.

Genauso lange ist auch der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. schon Mitglied. Leider hielten sich seine Aktivitäten innerhalb Europas bisher in äußerst engen Grenzen. So war er jetzt erstmalig durch Barbara Leisner auf einer Jahresversammlung vertreten. Sie hatte auch zum ersten Mal Gelegenheit, der internationalen Gemeinschaft den größten Parkfriedhof Europas mithilfe einer computeranimierten Präsentation vorzustellen. Insgesamt über 90 Vertreter der bedeutungsvollen Friedhöfe Europas hörten interessiert zu.

Vorher gab es natürlich die üblichen Begrüßungen und die Präsidentin berichtete über die Aktivitäten der Vereinigung. Sie hob die neue Verbindung nach Südamerika hervor, der Vertreter der dortigen Friedhofsvereinigung sprach ebenfalls zu der Versammlung. Ein Treffen des Vorstands im Mai in Bukarest wurde besonders erwähnt, da die Mitglieder zu einer Nachtführung auf dem berühmten Bellu-Friedhof eingeladen waren, die sehr eindrucksvoll gewesen sein muss. Insgesamt ist die Vereinigung in dem vergangenen Jahr wieder deutlich gewachsen. Sechs weitere Friedhöfe sind aufgenommen worden, vier neue bewerben sich. Geworben wurde dafür, sich intensiver an der Europäischen Woche des Friedhofs im Mai jeden Jahres zu beteiligen. Bei den anstehenden Wahlen wurde Mag. Lidija Pliberaek, die Direktorin des Pogrebno Friedhofs in Maribor (Slowenien), zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie hielt eine sehr ambitionierte Rede über die zukünftigen Ziele der Vereinigung.

Die Vorträge am Nachmittag und am folgenden Vormittag standen unter dem Oberthema: "Bedeutende Friedhöfe im Angesicht neuer sozialer Gewohnheiten". Aufmerken ließ dabei der Bericht über den "Glasnevin Trust" in Dublin, der über das modernste Friedhofsmuseum Europas verfügt. Dort wurde die Geschichte der Stadt und des Landes medienunterstützt aufgearbeitet und den Besuchern nahe gebracht (am besten macht man sich selbst unter http://www.glasnevintrust.ie) ein Bild davon. Wichtig war aber auch der Bericht über die Europäische Friedhofskulturroute, die in der nächsten Ausgabe dieser Zeitschrift zum Thema gemacht werden soll. Das Ende des Treffens stand dann ganz unter dem Stern der Wiener Friedhöfe – der Zentralfriedhof und der Hietzinger Friedhof wurden gemeinsam besichtigt.

Kontakt zur Autorin: [email protected]

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Vom Krematorium zum Bestattungsforum (November 2011).
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