OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Exkursion nach Neumünster

 - Dezember 2016
Ausgabe: 
Nr. 135, IV, 2016

Von angenehmem spätsommerlichem Wetter begünstigt fand am Samstag, dem 17. September 2016, die Exkursion des Förderkreises nach Neumünster statt.

Der Bus startete um 10.00 Uhr vor der Friedhofsverwaltung in Ohlsdorf mit 15 Teilnehmern, drei weitere Teilnehmer kamen direkt in Neumünster hinzu. Auf dem dortigen Südfriedhof in der Plöner Straße wurde die Gruppe vom Friedhofsleiter Peter Lang, und seinem Kollegen, Gärtnermeister Sönke Schröder begrüßt. Sowohl der Nordfriedhof als auch der auf der gegenüberliegenden Seite der Plöner Straße befindliche Südfriedhof sind kirchliche Friedhöfe. Die Friedhofsführung begann folgerichtig mit einer Besichtigung der "Auferstehungskapelle" von 1958, in der ein großes schwarzes Kreuz mit vielen Bilddetails des tschechischen Künstlers Jan Koblasa besonders beeindruckte.

Führung
Friedhofsführung in Neumünster. Rechts Friedhofsleiter Peter Lang und Gärtnermeister Sönke Schröder. Foto: P. Schulze

Auf dem Friedhof selbst präsentierte Gärtnermeister Schröder vor allem zahlreiche ideenreich gestaltete moderne Grabfelder mit christlichen Thematiken, darunter zum Beispiel das Grabfeld der "Lutherrose", den "Ichthys-Garten", einen "Rosengarten" mit einem Pavillon mit sieben Säulen, einen "Dorotheengarten", der an die heilige Dorothea erinnert und einen "Himmelsgarten", in dem mehrere große, schräg aufgestellte Spiegel die Möglichkeit bieten, von einer zentral stehenden Bank aus direkt in den Himmel zu schauen.

Grabanlage
Moderne Urnengemeinschaftsgrabanlage mit einheitlich beschrifteten Grabplatten auf dem Südfriedhof in Neumünster. Foto: P. Schulze

Es handelt sich bei diesen Anlagen durchweg um neue Urnengemeinschaftsgrabstätten mit einheitlich gestalteten Namensplatten gleicher Größe aus schwarzem Granit mit vertieften, farbig ausgelegten Inschriften. Wie der Friedhofsleiter erläuterte, beträgt der Anteil der Urnenbeisetzungen in Neumünster derzeit 78 Prozent der Bestattungen.

Birds
Bronzeskulptur "Kissing Birds" des israelischen Künstlers Menashe Kadishman im Gerisch-Skulpturenpark in Neumünster. Foto: P. Schulze

Nach einem Mittagsimbiss im Friedhofs-Café war der Skulpturenpark der Herbert-Gerisch-Stiftung, nicht weit von den Friedhöfen entfernt, das zweite Ziel der Förderkreis-Exkursion. Der künstlerische Leiter der Stiftung, Professor Claus Friede, führte die Besuchergruppe durch den anspruchsvoll gestalteten Park der Stiftung, in dem Skulpturen moderner Künstler aus den verschiedensten Ländern der Erde dem Besucher in harmonischer, teilweise auch überraschender Verbindung mit der Botanik des Parks entgegentreten.

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