St. Matthäus-Kirchhof in Berlin. Foto: Norbert Fischer
Wer in Deutschland auf einen Friedhof geht, wird ihn in aller Regel auch als deutschen Friedhof erkennen können, weil sich in einer durchaus bemerkenswerten Einheitlichkeit der allgemeine Gesamteindruck und die individuelle Grabgestaltung gegenseitig ergänzen.
Der Osterholzer Friedhof in Bremen gehört zu den ersten Beispielen der Friedhofs- und Grabmalreformbewegung des frühen 20. Jahrhunderts.
In einem Teilabschnitt im Jahr 1916 – also inmitten des Ersten Weltkrieges – fertiggestellt, wurde er 1920 eingeweiht. Konzipiert wurde der Osterholzer Friedhof vom Gartenarchitekten und späteren Leiter des Bremer Gartenbauamtes Paul Freye (1869–1958). Die klare geometrische Struktur, der auch Wasserflächen und Bepflanzung angepasst wurden, schaffte eine übersichtliche Anlage mit streng systematisch gegliederten Gräberfeldern.